Ist Frost gefährlich für Regentonnen? [2019] Neu

Ist Frost gefährlich für Regentonnen? [2019] Neu

Diese Frage stellen sich jeden Herbst viele Garten- und Grundstücksbesitzer. Jedoch ist sie nicht eindeutig mit “Ja” oder “Nein” zu beantworten. Einige Regensammler müssen winterfest gemacht werden, andere hingegen nicht.

Damit Du nächstes Jahr wieder Regen sammeln kannst und im Frühjahr keine bösen Überraschungen erlebst, habe ich in diesem Artikel alles zu diesem spannenden Thema zusammengefasst.

Ich verspreche Dir, nach der Lektüre dieses Artikels bist auch Du ein Profi zum Thema “Regensammler sicher über den Winter bringen”. Hier erfährst Du alles, was Du wissen solltest. Los geht’s!

Ist Frost gefährlich für Wassertonnen?
Ist Frost gefährlich für Regentonnen?

Inhaltsverzeichnis

Ist Frost gefährlich für Regentonnen?

Ja, Frost ist für Regentonnen gefährlich. Sie können durch Frost derart beschädigt werden, dass sie reißen und undicht werden. Möchte man im Winter absolut sicher gehen, sollte man bei dauerhaften Minustemperaturen die Wassertonnen entleeren und vor Frost schützen.

Lässt man sie komplett befüllt stehen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt. Kaputte Regentonnen sind entweder gar nicht oder schwer zu reparieren. Kann man sie in Stand setzen, ist es meist ein kosten- und zeitintensives Unterfangen. Beachtet man einige Grundregeln, kann man Regentonnen hingegen sicher überwintern.

Warum ist Frost gefährlich für Regentonnen?

Sinken die Temperaturen, läuft man Gefahr, dass das Wasser in einer Regentonne gefriert. Da sich Wasser im gefrorenen Zustand ausdehnt, kann die Regentonne reißen und im schlimmsten Fall sogar auf großer Fläche platzen.

Besonders gefährdet sind dabei Regentonnen, die über Löt- oder Schweißnähte verfügen. Sind diese Regentonnen zudem noch aus einem Material gefertigt, was sich als minderwertig erweist, ist ein Aufplatzen vorprogrammiert.

Auch die bekannten “grünen” Wassertonnen sind durch Frost gefährdet. Einmal beschädigt kann man diese nur noch auf den Sperrmüll schmeißen. Damit das nicht passiert, sollten alle Garten- und Hausbesitzer einige wichtige Dinge beachten.

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Regentonnen im Herbst leeren

Wann sollte man Regentonnen entleeren?

Spätestens vor dem ersten Frost sollten vor allem Regentonnen aus handelsüblichem Kunststoff oder Metall entleert werden.

Da es bereits im Herbst Tage gibt, die nächtlichen Frost nach sich ziehen, sollte man dem Wetterbericht aufmerksam folgen und bei angekündigtem Nachtfrost Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Gerade ältere Kunststoff- und Metall-Regentonnen verlieren durch UV-Bestrahlung im Sommer und Kälte im Winter an Beständigkeit.

Da die klimatischen Bedingungen die Weichmacher aus dem Kunststoff lösen und Frost sich an den geschweißten Nähten von Regentonnen aus Metall zu schaffen macht, können ein paar frostige Nächte bereits zu massiven Beschädigungen führen.

Wie sollte man Regentonnen im Winter lagern?

Im Winter sollte man Regentonnen frostsicher lagern. Hat man die Möglichkeit die entleerte Tonne in einem Schuppen, einer Garage oder einem Keller unterzubringen, sollte man das unbedingt tun.

Hat man keine Gelegenheit Regentonnen zu verstauen, sollte man sie im Freien windgeschützt stellen. Eisige Winde im Winter machen vor allem Kunststoff- und Metall-Tonnen zu schaffen und lassen das Material porös werden.

Zusätzlich sollte man Regentonnen mit einer Folie/Plane abdecken und mit einem Stein beschweren, sodass sie nicht wegwehen und umkippen können.

Schutz vor Bodenfrost

Zusätzlich empfiehlt es sich aufgrund von Bodenfrost im Winter außenstehende Regentonnen auf einen Untergrund aus Holz, Styropor oder Pappe zu stellen.

Diese Maßnahme wirkt isolierend und schützt das frostempfindliche Material. Am Sichersten ist es, wenn man die Regentonne umdreht, also auf den Kopf stellt, um sie draußen zu überwintern. So dringt garantiert kein Wasser ein und der beschwerende Stein fällt aufgrund der ebenen Bodenfläche der Regentonne nicht herunter.

Wichtig: Auch wenn die Regentonne umgedreht ist, kann sich Wasser in den Vertiefungen des Regentonnenbodens sammeln und gefrieren. Schäden sind nicht auszuschließen! Die Regentonne sollte deshalb immer mit einer Plane abgedeckt werden.

Den Deckel, falls vorhanden, kann man im Haus oder der Wohnung lagern. Er nimmt kaum Platz in Anspruch.

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Frostschutz für Regentonnen

Gibt es frostsichere Regentonnen?

Ja, es gibt frostsichere Regentonnen. Bevor man sich eine Regentonne anschafft, sollte man sich über die verschiedenen Varianten informieren. Regentonnen aus Kunststoff oder Metall sind zwar zweckdienlich, müssen jedoch entleert und im Winter geschützt werden.

Kunststoff-Tonnen aus Polyethylen sind hingegen umweltfreundlich und flexibel. Sie sind frostbeständig und im Allgemeinen robuster als konventionelle Kunststoff-Regensammler.

Auch Holzfässer trotzen Frost hervorragend. Man kann sie in vielen Ausführungen mit unterschiedlichem Fassungsvermögen kaufen.

Als Faustregel gilt: Im Winter sollte der Wasserstand maximal ein Drittel des Regentonnenvolumens betragen, sodass sich das Wasser bei Frost ausdehnen kann. Auch ist regelmäßig zu überprüfen, ob sich eine Eisschicht an der Oberfläche gebildet hat. Diese kann die Regentonne durch den entstehenden Druck zerstören und muss deshalb regelmäßig aufgestoßen werden.

Um ein Einfrieren des Wassers zu verhindern, kann man Stroh oder Schilfrohr ins Wasser legen. Diese Maßnahme zögert ein Gefrieren des gesammelten Regenwassers hinaus.

Regentonnen entleeren mit Schlauch

Man kann Regentonnen mit einem Schlauch entleeren. Mit einem Schlauch* kann man das Wasser einfach ansaugen und abfließen lassen. Beim Ansaugen sollte man das Wasser auf jeden Fall ausspucken und nicht hinunterschlucken.

Man weiß nicht, was für Stoffe vom Dach mit in die Regentonne geschwemmt wurden. Ist das gesammelte Wasser dann keimbelastet, setzt man sich einem gesundheitlichem Risiko aus. Um das Restwasser zu entnehmen, sollte die Tonne komplett gestürzt werden.

Regentonnen entleeren über die Auslauföffnung

Bei der Art der Entleerung der Regentonne, kommt es immer darauf an, ob man eine Regentonne mit oder ohne Ablauföffnung oder gar einen geschlossenen Säulen- oder Erdtank besitzt.

Hat man eine Regentonne mit Ablauföffnung, erspart man sich das Entleeren durch einen Schlauch. Die Ablauföffnung ist ein kleines Loch, welches sich im Bereich des unteren Drittels der Tonnenwand befindet. Darüber kann man das gesammelte Regenwasser ablassen.

Manchmal muss man mit einem Schraubenzieher nachhelfen (modellabhängig), um den Ablaufdeckel öffnen zu können. Danach stürzt man mit geöffnetem Deckel die Regentonne um, sodass das Restwasser abfließen kann. Gerade bei den handelsüblichen grünen Regentonnen aus Kunststoff ist es wichtig, die Tonne komplett umzustürzen.

Regentonnen komplett leeren vor dem Winter

Die handelsüblichen grünen Regentonnen verfügen meist über kleine Vertiefungen am Bodengrund. Verbleibt dort Restwasser, kann dieses, wenn die Tonne draußen überwintert wird, gefrieren.

Einmal gefrorenen, kann die Regentonne rissig werden und muss ersetzt werden. Hat man eine Regentonne ohne Ablauföffnung, die lediglich über einen Deckel verfügt, muss man das gesammelte Wasser mit einem Schlauch ablassen.

Clever ist es, dass die Regentonne bei der Entleerung von vorherein einen geringen Wasserstand hat. Einen geringen Wasserstand erreicht man, indem man rechtzeitig den Zulauf verschließt. Tipp: Regenwasserzulauf ab Herbstbeginn bis zum Frühjahr dauerhaft verschlossen lassen.

Regentonne im Herbst reinigen

Ist die Regentonne einmal komplett entleert, sollte man sie gründlich reinigen, sodass das gesammelte Wasser in der nächsten Saison eine gute Qualität aufweist.

Oft sind Regentonnen mit Algen, Laub- und Insektenresten, Staub sowie Pollen verunreinigt, was im schlimmsten Fall Fäulnis Tür und Tor öffnet. Um das zu vermeiden, sollte man die Regentonne vor dem Winter penibel putzen.

Entweder benutzt man dafür einen Hochdruckreiniger oder bewaffnet sich mit Eimer, Schlauch und Bürste, um dem Schmutz an den Kragen zu gehen.

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Restentleerung einer Regentonne

Regentonne entleeren mit Fasspumpe

Besitzt man ein komplett geschlossenes System als Regentonne, sogenannte Säulen- oder Erdtanks, kann man das Wasser nur mit einer Fasspumpe , zum Beispiel der GARDENA Regenfasspumpe Classic 4000/2*, und mithilfe eines Schlauches komplett entnehmen.

Diese Methode ist enorm zeitsparend. Außerdem macht man sich dabei kaum die Hände schmutzig. Sollte man mehrere Regenfässer haben, ist die Anschaffung einer Regenfasspumpe empfehlenswert.

Regenwassertank oberirdisch und frostsicher – Gibt es so etwas?

Ja, es gibt oberirdische und frostsichere Regenwassertanks. Trotzdem muss bedacht werden, dass diese bei starkem Frost, also bei bestimmten Temperaturen im Minusbereich, keine Frostsicherheit gewähren.

Um genau zu erfahren, wie es sich beim eigenen Wassertank verhält, sollte man sich an den Hersteller wenden und diesen befragen. Häufig wird eine Frostsicherheit von bis zu -10 Grad Celsius angegeben.

Kann man grüne Regentonnen reparieren?

Nein, grüne Regentonnen aus Kunststoff kann man nicht reparieren. Sind sie einmal beschädigt, das heißt rissig oder geplatzt, hilft nur noch eine Neuanschaffung. Vielleicht entscheidet man sich beim Neukauf für ein hochwertigeres und frostsicheres Modell, um zukünftige Schäden zu vermeiden.

Was für Regentonnen gibt es?

Zuallererst sollte man zwischen nicht frostbeständigen und frost- und witterungsresistenten Regentonnen unterscheiden.

“Grüne Regentonne”

Die grünen Kunststoff-Tonnen, die es überall zu kaufen gibt, sind meistens nicht frostsicher. Sie müssen vor Kälteeinbruch komplett entleert und am besten geschützt überwintert werden. Dafür sind die “grünen Regentonnen”* sehr preisgünstig in der Anschaffung.

Faltbare Regentonnen aus Polyethylen

Möchte man eine Regentonne aus hochwertigem Kunststoff, dem frostsicherem und flexiblem Polyethylen, kaufen, ist von Vorteil, dass man diese zu 75% befüllt außen überwintern kann. Der Xinglieu Regenwassertank Faltbar 250 L* ist ein besonders robustes Modell. Diese Art von Regentonne war mir bis zum Schreiben dieses Artikel völlig unbekannt.

Regentonnen aus Metall

Regentonnen aus Metall sind nicht frostbeständig. Das Material ist viel zu starr. Aufgrund der fehlenden Flexibilität sind sie anfällig zu reißen. An den Löt- und Schweißstellen sind Metall-Regentonnen extrem empfindlich.

Gerade dort nehmen sie ungeschützt im Winter Schaden. Eine komplette Entleerung und Abdeckung oder die Unterbringung in Keller oder Garage ist bei dieser Art von Regentonne unabdingbar. Regentonnen aus Metall* haben allerdings den Vorteil, dass sie sehr robust gegenüber mechanischen Beschädigungen sind.

Regentonnen aus Holz (Holzfässer)

Eine optisch ansprechende Variante ist die Regentonne aus Holz, das sogenannte Holzfass. Holzfässer sind frostsicher, stabil und können mit einem 3/4 Wasserstand auch im Winter genutzt werden.

Es wird sogar empfohlen, dass gesammelte Regenwasser nicht abzulassen, da durch den Druck des Wassers das Holzfass formstabil bleibt. Würde man das Holzfass entleeren, zöge sich das Material zusammen und Undichtigkeit droht.

Zwar lässt sich dies beheben, wenn man das Fass in der kommenden Saison erneut mit Regenwasser befüllt, da sich das Holz durch die Feuchtigkeit erneut ausdehnt, vorübergehend leckt das Holzfass jedoch ein paar Tage.

Lediglich den Pflegeaufwand des Materials sollte man vorher bedenken. Wenn man bereits im Sommer das außen befindliche Holz des Fasses imprägniert, hat man lange Freude daran.

Eine gutes Holzschutzöl* schützt das Holz vor Austrocknung und Witterungseinflüssen.

Da Holzfässer Ringe aus Metall oder auch Guss besitzen, sollte man auf einen ausreichenden Rostschutz achten. Dafür kann man die gute alte Rostschutzfarbe* verwenden.

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Beckmann Regenfass mit Folieneinsatz

Eine Alternative zum Holzfass ist eine Regentonne mit Folie. Außen sind diese Regentonnen zusätzlich mit Holz oder witterungsbeständigem flexiblem Polyethylen verkleidet. Das macht sie optisch ansprechend und beständig.

Diese Regentonnen haben keinen festen Boden, dieser besteht lediglich aus Folie. Der Vorteil von Regentonnen mit Folie ist, dass sie frostsicher sind. Es ist keine Entleerung und Unterbringung der Beckmann Regentonnen* im Winter notwendig.

Die einzige Gefahr einer Beschädigung besteht darin, dass die Folie durch Steine undicht wird – es entstehen Schlitze in der Folie.

Das geschieht besonders dann, wenn im Winter das Wasser in der Regentonne gefriert und die Folie damit mehr auf den Bodenuntergrund gedrückt wird. Ist der Untergrund uneben und scharfkantig, wird die Folie beschädigt.

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Säulentanks

Säulentanks sind bei Kleingärtnern und Hausbesitzern sehr beliebt. Diese sollten aber vor dem Winter unbedingt entleert und geschützt werden, da sie nicht frostsicher sind. Sie lassen sich durch eine individuelle Bepflanzung verschönern und werten jeden Garten optisch auf.

Erdtanks

Erdtanks hingegen, werden sie tief genug in die Erde eingebracht, sind witterungsbeständig und lassen sich auch im Winter nutzen. Durch die Erdwärme wird das gesammelte Wasser vor Kälte geschützt. Erdtanks gibt es mit unterschiedlichem Fassungsvermögen. Dieser Erdtank hat 3400 Liter Speichervolumen*- das reicht für einige Wochen!

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Welches war die tiefste Temperatur, die je in Deutschland gemessen wurde?

Die tiefste Temperatur, die je in Deutschland gemessen wurde, betrug -37.8 Grad. Dieser Rekord wurde im Jahr 1929 aufgestellt.

Bei welcher Temperatur wird Wasser zu Eis?

Reines Wasser verwandelt sich bei 0 Grad Celsius zu Eis.

Sollte man Bäume im Winter gießen?

Ja, wenn es ein trockener Winter ohne viel Schnee ist, dann sollte man die Bäume im Garten in regelmäßigen Abständen gießen. Es empfiehlt sich auch den Bereich um die Baumwurzeln mit Tannenzweigen vor Austrocknung zu schützen. Entgegen weitläufiger Meinung kann es auch im Winter Dürren geben.

Regenwasser sammeln, auch wenn man kein Dach hat – So geht’s.

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