[Wichtigsten] Fähigkeiten als Selbstversorger [Neu] 100 %

[Wichtigsten] Fähigkeiten als Selbstversorger [Neu] 100 %

[Wichtigsten] Fähigkeiten als Selbstversorger.

In diesem Artikel liste ich Dir Fähigkeiten auf, mit denen Du Dich in naher Zukunft vertraut machen solltest, um unabhängig als Selbstversorger leben zu können.

Keine Angst, Du musst (noch) nicht alles auf Anhieb können, startest Du in das Projekt “Selbstversorgung”.

Tröste Dich damit, dass die Wenigsten von Beginn an problemlos autark leben können.

Das Gute daran ist: Alles ist erlernbar!

Sei realistisch und stecke Dir kleine Ziele, die Du in puncto Selbstversorgung erreichen möchtest.

Nichts ist schlimmer als die Frustration, wenn Vorhaben nicht geklappt haben. Nähere Dich besser Stück für Stück an, um autark zu leben.

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Diese Fähigkeiten braucht man als Selbstversorger.

Diese Fähigkeiten braucht man als Selbstversorger im Handwerk, Haushalt und Garten

Ich kenne es noch als Kind von meinen Großeltern, wie Selbstversorgung funktionieren kann. Oma und Opa hatten einen Schrebergarten.

Dort gab es einfach alles, was das Herz begehrt: Äpfel, Sauerkirschen, Erdbeeren, Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Gurken und ein Kräuterbeet. Gegessen wurde saisonal, also das, was gerade wuchs. Ernteüberschüsse wurden eingekocht und im Keller gelagert.

Frühere Generationen wussten noch um die hohe Kunst autark zu leben, weil man im Geschäft nicht alles kaufen konnte, was man brauchte.

Hast Du einen Balkon, einen Garten oder gar ein Selbstversorgergrundstück, ist das die Basis, um unabhängig leben zu können.

Hast Du nichts davon, gibt es trotzdem Möglichkeiten, Dich Deinem Ziel zu nähern, denn die Größe der (Nutz)Fläche kann Dir erst einmal egal sein.

Selbst in einer Einraumwohnung in der Großstadt kannst Du im Kleinen Selbstversorger-Fähigkeiten zu erwerben.

Vielleicht ist es in ferner Zukunft Dein Plan aufs Land zu ziehen und Dir ein Selbstversorgergrundstück anzuschaffen. Üben kannst Du jedoch bereits in Deiner Stadtwohnung – versprochen!

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Meine Erfahrungen als Selbstversorger. 100 % ehrlich beantwortet.

Fähigkeiten als Selbstversorger im Handwerk

1. Renovieren

Das hättest Du wahrscheinlich nicht vermutet. Im Kopf warst Du wahrscheinlich schon dabei Deine Tiere auf die Weide zu führen und Gemüse anzubauen. Aber glaube mir, richtig zu renovieren, ist nützlich für Dich.

Egal, ob es um ein Zimmer in Deiner Stadtwohnung, Deine Gartenlaube oder ein Bauernhaus geht, alles muss irgendwann renoviert werden.

Streiche demnächst Dein Zimmer selbst und verpasse Deinem Gartenzaun eine neue Holzlasur.

Erlerne den Umgang mit Hammer und Nagel, setze Dich mit verschiedenen Sägen auseinander und werde fit im Umgang mit einer Bohrmaschine. Je öfter Du übst, desto besser wirst Du.

Ich habe mich zum Beispiel beim Projekt “Gartenlaube renovieren” weitergebildet. Mit Trockenbau, Linoleum und Holzleisten verlegen, Tapezieren und Malern war ich nicht wirklich vertraut. Erst im Tun wurde ich immer besser.

Übrigens: Nicht alles hat bei mir von Beginn an wirklich gut geklappt und den ein oder anderen blauen Finger sowie Blasen an den Händen trug ich davon. Das Ergebnis hat mich jedoch sehr stolz gemacht, weil ich es alleine geschafft habe.

2. Heizen

Um unabhängig zu sein, spielt die Form, wie Du heizt, eine entscheidende Rolle.

Falls Du die Möglichkeit hast, Dir einen Holzofen anzuschaffen, dann mache das.

Dem Voran steht natürlich Brennholz selbst zu machen. Dafür musst Du den Umgang mit einer Axt erlernen. Hierbei rate ich Dir, Dich von Freunden, die bereits Erfahrungen in dem Bereich haben, anleiten zu lassen. Denn Fehler beim Holzhacken, können für Dich übel ausgehen.

Vergiss nicht, Dich mit entsprechender Schutzkleidung beim Holz spalten, auszustatten.

Das ist für Deine Sicherheit von immenser Bedeutung. Hier findest Du einige Tipps zum Thema: https://www.weltenwandler-wildnis.de/sicher-holz-hacken/.

3. Reparieren und Instandhalten

Leckt der Wasserhahn, ist die Toilette verstopft oder sind Wasserleitungen porös, solltest Du selbst Hand anlegen können.

Auch wenn das Auto oder der Rasenmäher streikt, wird die Reparatur ein teures Unterfangen.

Möchtest Du beispielsweise gerade Rasen mähen und der Rasenmäher verweigert seinen Dienst, hilf Dir am besten selbst. Studiere YouTube-Videos, frage Deinen Gartennachbarn, was zu tun ist oder lasse es Dir von Freunden zeigen, wie man Dinge repariert.

Lerne grundlegende Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen dauerhaft eigenständig durchzuführen, damit es Dir als Selbstversorger an nichts fehlt.

Natürlich kannst Du Dir professionelle Hilfe holen, aber das ist nicht der Sinn, möchtest Du Selbstversorger sein. Das Prinzip lautet: so autark wie möglich!

Außerdem sparst Du einiges an Geld, behebst Du Schäden selbstständig.

Ich hatte letztens ein Problem mit meinem Geschirrspüler. Er pumpte einfach nicht mehr ab.

Also begab ich mich auf Fehlersuche und anhand einiger YouTube-Tutorials war ich in der Lage, das Problem selbst zu lösen. Es lag letztendlich am Siphon des Ablaufschlauchs, der gnadenlos mit Speiseresten verstopft war.

my-landimmo.de

4. Möbel bauen

Hast Du einige der oben genannten handwerklichen Fähigkeiten erworben, kannst Du zukünftig kreativ werden und Deine Einrichtungsgegenstände und Gartenmöbel selbst bauen.

Tische und Bänke selbst zu fertigen, ist zwar etwas aufwändig, lohnt sich jedoch in jedem Fall. Ich empfehle Dir robustes Echtholz zu nutzen, baust Du neu.

Du kannst auch gebrauchte Möbel restaurieren und ihnen neuen Glanz verleihen.

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Ich in meinem Selbstversorgergarten.

Fähigkeiten als Selbstversorger im Garten

1. Obst und Gemüse anbauen

Es wird Dich nicht überraschen, dass ein wenig Vorkenntnisse im Bereich der Gartenarbeit hilfreich sind, willst Du zukünftig Selbstversorger sein.

Das Wissen kommt oft mit dem Tun. Du wirst Dir automatisch durch Zuchterfolge sowie Erntemisserfolge Kenntnisse im Garten aneignen und diese Stück für Stück ausweiten.

Wie etwas anzubauen ist, welche Standorte, Feuchtigkeit und Lichtbedingungen für eine erfolgreiche Obst- und Gemüsezucht notwendig sind, solltest Du wissen.

Kaufe ab jetzt am besten saisonal Gemüse und Obst im nächsten Hofladen beim Bauern um die Ecke oder auf dem Wochenmarkt ein. So bekommst Du ein Gefühl dafür, was wann wächst und lernst es gleichzeitig zuzubereiten.

Bist Du unsicher, beginne doch im Kleinen mit einem Kräutergarten auf Deinem Balkon.

Neben Blumenkästen, hast Du nur einen Balkon zur Verfügung, kannst Du auch ein Mini-Hochbeet anlegen und Dich ausprobieren.

2. Sprossen ziehen

Hast Du weder Balkon noch Garten, kannst Du Dich auch im Sprossen ziehen üben.

Die Sprossenzucht nimmt ganz wenig Platz weg und ermöglicht Dir einen Teil Deiner Lebensmittelversorgung selbst zu gestalten.

Sprossen aus Radieschen, Mungobohnen und Ruccola sowie Kressekeimlinge gelingen jedem Anfänger.

3. Kompostieren

Kompost selbst herzustellen, ist ganz einfach. Dazu benötigst Du noch nicht einmal einen Garten.

Arbeite mit sogenannten “Wurmkisten” oder einem Bokashi. Beide Kompostierarten kannst Du in der Wohnung oder auf Deinem Balkon anwenden.

Der Vorteil vom Kompostieren ist, dass Du Deinen anfallenden Biomüll (Gemüse- und Obstreste) zu feiner humusreicher Erde umwandelst, die Du gleich wiederverwenden kannst, um Deine Blumenkästen zu füllen.

Anleitungen, wie Du Kompost selbst machst, findest Du in meiner Anleitung:

Kompost auf dem Balkon selber herstellen.

4. Hochbeet bauen und befüllen

Hast Du wenig Fläche zum Anbau von Gemüse zur Verfügung, dann baue Dir doch einfach ein Hochbeet oder ein Mini-Hochbeet. Hier kannst Du rückenschonend gärtnern und Du kannst Dein erstes Gemüse schon zeitiger im Gartenjahr ernten.

Allerdings solltest Du wissen wie man ein Hochbeet richtig befüllt und wie man sich ein Mini-Hochbeet in unter 30 Minuten bauen kann.

Du weißt das nicht?

Keine Sorge. Schau doch meine beiden Videos dazu an. Ich erkläre Dir alles ganz genau und Stück-für-Stück.

https://www.youtube.com/watch?v=KvwigT5z3IQ
Mini Hochbeet bauen in unter 30 Minuten.

5. Wasser sammeln

Lerne umsichtig und sparsam mit Wasser umzugehen und dieses auch selbst zu sammeln.

Wasser ist ein hohes Gut, was Du täglich benötigst. Vor allem, wenn Du Obst und Gemüse eigenständig anbauen möchtest, brauchst Du es im Sommer fast täglich zur Bewässerung.

Wirf das Kochwasser vom Gemüse nicht weg, sondern lasse es erkalten und gieße Deine Pflanzen damit.

Ich habe mir angewöhnt, einen Eimer in der Badewanne zu haben. Da ich ein Bad mit Durchlauferhitzer habe, dauert es ganz schön lang bis das Wasser warm wird. Das kalte Wasser fange ich im Eimer auf und versorge meine Terrassenpflanzen damit. Wäre das vielleicht auch eine Idee für Dich?

Wie Du am besten Regenwasser sammeln kannst, erfährst Du in meinem Artikel:

Regenwasser sammeln ohne Dach

Oder in meinem Video:

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Regenwasser sammeln im Garten als Selbstversorger.

Fähigkeiten als Selbstversorger im Haushalt

1. Kochen

Lerne unbedingt zu kochen, damit Du Deine Ernte verwerten kannst. Planst Du zukünftig auf Dein eigenes Selbstversorgergrundstück zu ziehen, steht Kochen jeden Tag an (außer Du bist so clever, dass Du große Portionen vorkochst und einfrierst).

Verwerte Deine gesamte eigene Ernte und koche saisonal und regional. So bekommst Du ein Gefühl dafür, was, wann wächst und wie Du leckere Gerichten daraus zubereiten kannst.

Schaffe Dir zudem ein gutes Kochbuch an oder hole Dir Ideen bei YouTube. Es gibt auch Anfänger-Rezepte, die Du ganz leicht zubereiten kannst.

Ich habe momentan zwei riesige Zucchini, die ich aus Nachbars Garten geschenkt bekam. Anfangs war ich etwas überfordert, was ich daraus zubereiten soll. Neben panierten Zucchinischeiben, plane ich nun eine Zucchini-Pizza und einen Zucchini-Auflauf zuzubereiten, damit mir das Gemüse nicht verdirbt.

2. Backen

Auch Backen will gelernt sein. Kuchen, Brot und Brötchen solltest Du lernen selbstständig zuzubereiten.

Für Faule gibt es Helferlein: den Brotbackautomaten. Auch Backmischungen für Brot, Brötchen und Kuchen kannst Du kaufen.

Ich empfehle Dir jedoch keine Fertigmischungen zu verwenden. Brot- und Kuchenteige lassen sich ganz einfach selbst mischen und sind zudem viel günstiger.

3. Ernte einkochen

Hilfreich ist es, wenn Du zeitnah lernst, Dein Obst und Gemüse nach der Ernte schnell zu verarbeiten und zu konservieren. Ist die Erntezeit erst einmal herangerückt, ist es meist schon zu spät, um die Früchte vor dem Verderben zu retten. Deshalb rate ich Dir dringend, Dich so früh wie möglich zu informieren!

Aus Obst lässt sich prima Marmelade, Gelee oder Kompott herstellen. Gemüse solltest Du einkochen wie zu Omas Zeiten.

Tipp: Hast Du einen Brotbackautomaten, kannst Du nicht nur ganz einfach Backwaren selbst herstellen, sondern auch Marmelade. Die meisten modernen Brotbackautomaten haben ein Marmeladen-Programm. Das macht es Dir zu Beginn leicht, köstliche Konfitüre herzustellen.

Hast Du momentan noch keine große Ernte, kaufe Dein Obst und Gemüse auf dem Markt ein und übe Dich.

Ich sammle Obst im Sommer vor Ort in der Natur, um es zu verarbeiten.

Hast Du vielleicht auch solch eine Möglichkeit?

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4. Ernte trocknen

Eine weitere Möglichkeit Dein Obst und Gemüse haltbar zu machen, ist, Deine Ernte zu dörren.

Da nicht jede Obst- und Gemüsesorte dafür geeignet ist, solltest Du Dich vorher schlau machen. Aprikosen, Äpfel, Pflaumen, Tomaten, Kräuter wie Thymian und Rosmarin und sogar Pilze lassen sich in jedem Fall prima trocknen.

Du kannst beginnen Obst und Gemüse im Backofen zu dörren. Das ist aber sehr aufwendig.

Ich empfehle Dir, einen Dörrautomaten anzuschaffen. Dieser erledigt das Trocknen für Dich im Nu.

5. Ernte fermentieren

Fermentieren bedeutet, dass Du Dein Gemüse sauer einlegst, um es haltbar zu machen.

Das Prinzip kennst Du sicherlich vom Sauerkraut. Das ist ja auch nur sauer eingelegter Weißkohl.

Rot- und Weißkohl, Sellerie und Kohlrabi sind Gemüsesorten, die sich hervorragend zum Einlegen eignen.

6. Reinigungsmittel und Kosmetik selbst gemacht

Viel einfacher als Du denkst, ist es, Deine Putzmittel und Deine Kosmetik selbst herzustellen. Es ist preisgünstig, ökologisch und macht eine riesige Freude.

Damit gelingt es Dir autark vom nächsten Drogeriemarkt zu werden. Deo, Zahnpasta, Waschmittel, Weichspüler und noch vieles mehr kannst Du Dir demnächst selbst zubereiten.

Ich bin dazu gekommen, weil ich weniger Chemie wegen meiner Gesundheit einsetzen wollte.

Ich empfehle Dir Natron, Zitronensäure, Waschsoda sowie Kernseife in Großpackungen zu erwerben.

Das ist nicht nur günstiger, sondern somit kommst Du nicht in die Verlegenheit konventionelle Mittel kaufen zu müssen, geht Dir einmal eine Zutat aus.

7. Nähen, Stricken, Häkeln

Kleidung zu reparieren und selbst anzufertigen gehört ebenfalls dazu, möchtest Du unabhängiger leben.

Socken kannst Du stopfen, Schals, Pullover und Handschuhe stricken. Kennst Du noch aus der Kindheit das sogenannte “Strickliesel”? Vielleicht hast Du noch eines Daheim und übst Dich von nun an.

Ich konnte auch nicht stricken und musste es erst lernen. Neben einigen Fehlschlägen, gelingt es mir mittlerweile ganz gut.

Auch den Umgang mit der Nähmaschine solltest Du erlernen. Sicherlich möchtest Du Hosen, Kleider und Jacken nicht dauerhaft per Hand nähen.

Übrigens: Kannst Du stricken und nähen, schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du musst Dir keine Gedanken mehr machen, was Du zu Geburtstagen und Weihnachtsfesten verschenkst.

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