Kompost auf dem Balkon herstellen – 100% Guide. Jetzt lesen. [2020] Neu

Kompost auf dem Balkon herstellen – 100% Guide. Jetzt lesen. [2020] Neu

Kompost auf dem Balkon herstellen? Schon lange beschäftigte mich die Frage, ob es möglich ist auf dem Balkon humusreiche Komposterde herzustellen.

Nährstoffreiche Komposterde bildet die Grundlage, für ein blühendes Paradies auf dem Balkon. Ich recherchierte lange und ausführlich zu diesem spannenden Thema.

In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du zum Thema Kompost auf dem Balkon herstellen wissen musst. Du wirst keine weiteren Informationen suchen müssen. Ich hab alles reingepackt. Versprochen. Los geht´s!

Warum sollte man Kompost auf dem Balkon herstellen
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Warum sollte man Kompost auf dem Balkon herstellen? 

Man sollte Kompost auf dem Balkon herstellen, weil nur humusreiche Komposterde Deine Gemüsepflanzen und Blumen in Ihrer vollen Schönheit erblühen lässt. Es ist ein tolles Gefühl Essensreste nicht in die Biotonne zu werfen, sondern wertvolle humusreiche Komposterde daraus zu gewinnen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Durch den Verzicht auf käuflichen Kunstdünger und die Nutzung von humusreicher Komposterde, bringt man wertvolle Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück.

Die Herstellung von eigener Komposterde ist ein erster Schritt in Richtung Selbstversorgung, Unabhängigkeit und aktiver Naturschutz. Jeder einzelne von uns kann einen Unterschied machen.

Ist es schwierig einen Kompost auf dem Balkon herzustellen?

Nein, es ist nicht schwierig Kompost auf einem Balkon herzustellen. Mittlerweile gibt es im Handel komplette Komposter-Sets zu kaufen. Der zeitliche und finanzielle Aufwand seinen eigenen Kompost trotz (Miet)wohnung anzulegen, ist tatsächlich recht gering.

Mann jubelt über erste eigene Komposterde.
Eigene Komposterde herstellen. Endlich!

Ist es viel Arbeit Kompost auf dem Balkon herzustellen?

Nein, Kompost auf dem Balkon herzustellen macht nicht viel Arbeit. Pro Woche sollte man 10 Minuten “Arbeit” einplanen. Eine alte Regel besagt, dass die Pflege einer Topfpflanze das dreifache an Arbeitszeit bedeutet. Die investierte Zeit ist quasi zu vernachlässigen.

Ein Blumenkasten befüllt mit Kompost
Kompost auf dem Balkon herstellen

Darf man Kompost auf dem Balkon herstellen?

Ja, man darf einen Kompost auf dem Balkon herstellen. Wichtig ist, dass es nicht zur Belästigung anderer (Miet)Parteien kommt. Entsteht ein unangenehmer Geruch aufgrund unzureichender Pflege des Komposts, kann die Hausverwaltung das kompostieren auf dem Balkon untersagen.

Für den Fall, dass Schädlinge (z.B. Maden, Ratten) vom Komposter angezogen werden, kann der Komposter ebenso verboten werden.

Was ist ein Komposter?

Ein Komposter ist eine Anlage, in welcher wertvoller Komposterde für Pflanzen hergestellt wird. Das geschieht durch natürliche Umbauprozesse, welche hauptsächlich von Bakterien und Pilzen durchgeführt werden.

Durch die Verwertung von Pflanzenresten, z.B. Gartenabfälle und heimischer Biomüll, entsteht nährstoffreiche Komposterde.

Komposter gibt es in verschiedenen Variationen für die Wohnung/das Haus und den Garten. Je nach Art des Komposters werden unterschiedliche Verfahren zur Herstellung des natürlichen Düngers genutzt.

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Wie Kompost herstellen?

Was ist Komposterde?

Komposterde ist das Endprodukt, welches bei der Kompostierung im Komposter entsteht. Komposterde kann wieder als neuer Nährboden für den Anbau von Gemüsepflanzen und Blumen genutzt werden.

Warum ist humusreiche Komposterde so wertvoll?

Humusreiche Komposterde ist so wertvoll, weil sie sehr nährstoffreich ist. Sie enthält viele Spurenelemente. Neben Phosphor und Magnesium, bietet Komposterde reichlich Kalium, Kalzium, Stickstoff und Salze.

Humusreiche Komposterde hat die Fähigkeit, Pflanzen mit allen wichtigen Stoffen zu versorgen, die sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Dadurch können Pflanzen einen hohen Ertrag produzieren und sind resistenter gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schädlingen.

Stinkt ein Kompost auf dem Balkon?

Nein, ein Kompost auf dem Balkon stinkt nicht, wenn er gepflegt wird. Entstehen Fäulnisgerüche kann das folgende Gründe haben:

1.) dass zu viel Feuchtigkeit im Komposter enthalten ist, hervorgerufen durch eine ungeeignete Zusammensetzung des Küchenabfalls.

2.) der Standort des Komposters unpassend ist.

3.) der Deckel des Komposters nicht richtig schließt.

Den Kompost befüllen – Was kommt rein?

Der Kompost kann mit sehr vielen Abfällen befüllt werden. Bevor man jedoch einen Kompost befüllt, sollte man sich genau informieren, welche Abfälle in den Kompost gehören und welche nicht. Los geht´s!

Welche Abfälle dürfen in den Kompost?

rohes Obst und Gemüse Blumen / Erde / alte Topfpflanzen

Tee- und Kaffeesatz/ Eierschalen/ Gartenabfälle/ Essensreste

Welche Abfälle dürfen nicht in den Kompost?

gekochte Speisereste / Öle / Fleisch und Knochen, Gräten / Kunststoff

kranke Pflanzenteil / mit Pestiziden behandelt Pflanzenreste 

Textilien / Medikamente / Zigaretten / Asche / Glas

Was ist bei der Befüllung zu beachten?

Allgemein gilt:

1.) je kleiner der Küchenabfall ist, desto besser. Es ist sinnvoll Bioreste vor dem Einbringen in den Komposter zu zerkleinern. Die biologische Verrottung findet dann schneller statt.

2.) Wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Küchenabfalls sehr hoch sein sollte, empfiehlt sich eine Durchmischung mit trockenen Abfällen. So wird Fäulnis und Schimmelbildung vermieden.

3.) Wenn die Abfälle trocken sind füge etwas Wasser hinzu. Die Abfälle sollten angefeuchtet sein. Nicht nass!

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4.) Zum Starten der Kompostierung kann man fertigen Kompost zugeben (wenn Du keinen hast, frage Nachbarn oder Freunde)

Ein kleiner Eimer voll reicht. Die Kleinstlebewesen im frischen Kompost werden gleich mit der Arbeit beginnen und Deine Abfälle in Humuserde umwandeln.

5.) Durchmische den Kompostinhalt. Mische den Inhalt des Komposts mit den neuen Abfällen. So werden die Kleinstlebewesen auch schnell den neuen Abfall besiedeln und umwandeln.

6.) Durchmische den Kompost aller drei Wochen. So beugst Du Fäulnis vor.

Was passiert beim Kompostieren? – Schritt für Schritt erklärt!

Um aus Pflanzenresten humusreichen Kompost herzustellen, braucht es genau 4 „Verrottungsphasen“, welche durchlaufen werden müssen. Die Kompostierung an sich bezeichnet man als „Rotte“.

Phase 1 – Die Vorphase

In der ersten Phase (Dauer 1 Woche) , der Vorphase, werden zuerst die leicht abbaubaren Stoffe, wie Kohlenhydrate (Zucker) und Proteine, durch Pilze und Bakterien zersetzt. Beim Verrotten von Kohlenhydraten entsteht Energie in Form von Wärme – bis zu 40 Grad.

Wenn man sich die Mühe macht, das zu kompostierende Material, vorher gut zu zerkleinern, kann man den Prozess hervorragend beschleunigen. Zerkleinert man beispielsweise einen Blumenkohlstrunk, vergrößert sich logischerweise die Fläche.

Je mehr Angriffsfläche für Bakterien und Pilze vorhanden ist, desto schneller wird auch abgebaut. Beim rasanten Abbau von Pflanzenteilen entstehen organische Säuren. Das hat zur Folge, dass der ph-Wert im Kompost absinkt. 

eine Pflanze

Phase 2 – Die Heißrotte

Die Phase 2 (Dauer 2-3 Wochen) wird auch „Heißrotte“ genannt. Es entstehen dabei Temperaturen bis zu 60 Grad. Die Mikroorganismen (Bakterien und Pilze), die in der Vorphase gearbeitet haben, sterben unter diesen Temperaturbedingungen ab.

Die hohen Temperaturen entstehen, weil die leicht zu verwertenden Nährstoffe des Biomülls bereits abgebaut wurden und infolge dessen nun auch der Anteil der sich gebildeten organischen Säuren wieder absinkt. Der ph-Wert steigt wieder an. Es breiten sich jetzt Pilze und Bakterien aus, die die Wärme bevorzugen. Sie haben die Fähigkeit auch schwer abbaubare Pflanzenteile, wie z.B. Pektin, Zellulose und Fette, zu verwerten.

Das Volumen des zu verrottenden Materials verringert sich bereits in dieser Phase enorm. Schon nach den ersten 3-4 Wochen des Kompostierens kann man den so bezeichneten „Roh- oder Frischkompost“ entnehmen. Er eignet sich exzellent für Beete, deren Erde zu fest ist.

Bringt man den rohen Dünger auf, siedeln sich Regenwürmer an, die den Boden auflockern. Rohkompost eignet sich außerdem als Langzeitdünger für beispielsweise Kartoffeln und Tomaten. Wichtig ist, dass frischer Kompost immer nur oberflächlich aufgebracht wird.

Palme

Phase 3 – Die Hauptrotte

In Phase 3 (Dauer 2-6 Wochen), die Umbauphase oder „Hauptrotte“, sinkt die Temperatur ab – sie pendelt sich bei etwa 40 Grad ein. Die wärmeliebenden Mikroorganismen verlangsamen ihr Tun. Nur die vorhandenen Pilze sind noch bei der Arbeit, um Holzstoffe abzubauen.

Erstmalig wird Humus aufgebaut. Umso fortgeschrittener der Verrottungsprozess ist, desto größer werden die Tiere, die einziehen. Mithilfe von Spinnentieren, Milben und  Asseln werden weitere Pflanzenteile zersetzt. Sie fressen diese und scheiden sie aus. Dieser Vorgang ist wichtig für die Qualität des entstehenden Kompostes.

Blume

Phase 4 – Die Nachrotte

Während der 4. Phase (Dauer 3-6 Monate), die auch als „Nachrotte“ bekannt ist, ist die Temperatur auf um die 20 Grad gesunken. Gerade Würmer, wie der Regenwurm, leisten hier wichtige Arbeit.

Die Würmer graben sich durch den entstehenden Humus, fressen den Kompost und verdauen ihn, was zu einer Vermischung von organischen als auch mineralischen Anteilen in der Komposterde führt. Es entsteht ein humusreicher Dünger, der natürlich und nährstoffreich ist, der sogenannte „Wurmhumus“.

Kann man Komposterde in Blumenkästen verwenden?

Ja, man kann Kompost in Blumenkästen verwenden. Er ist sogar ideal für die Versorgung von Balkonpflanzen. Man erspart sich teuren Kunstdünger und versorgt die eigene Blütenpracht mit selbst erzeugter Komposterde. Für Blumenkästen gibt es keine bessere Dünger Variante als Kompost.

Kann man Komposterde für den Anbau von Gemüse auf dem Balkon verwenden?

Ja man kann Komposterde sehr gut für den Anbau von gemüse auf dem Balkon verwenden. Es gibt keine besserer Voraussetzung für eine reiche ernte als “reifen Kompost” (Kompost 6-12 Monate alt).

Die Pflanzen werden mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Die Komposterde kann durch ihre lockere Struktur sehr gut Feuchtigkeit speichern. Die Gemüsepflanzen sind aufgrund der reichen Angebotes an Nährstoffen sehr resistent gegenüber Schädlingen. Das spart Nerven und Zeit der Balkongärtner.

Pflege des Komposts auf dem Balkon – Das musst Du wissen!

Viele Menschen meinen, es ist sehr kompliziert einen Kompost zu pflegen. Andere Menschen meinen es ist sehr zeitaufwendig einen Kompost zu pflegen. Sei beruhigt.

Es ist weder zeitaufwendig noch kompliziert. Mit folgenden Tipps kann wirklich jeder seinen Kompost pflegen und nährstoffreiche Humuserde produzieren.

Wie feucht muss ein Kompost sein?

Kompost braucht Feuchtigkeit. Ohne Wasser kann keine Verrottung stattfinden.Würmer brauchen für ihre Arbeit ebenfalls ein feuchtes Milieu. Ist der Kompost hingegen zu nass, setzt Fäulnis ein und er stinkt.

Zuerst einmal sollte kontrolliert werden, wie feucht der Kompost überhaupt ist. Erscheint die Komposterde bröselig, ist der Kompost zu trocken. Nimmt man einen kleinen Teil der Komposterde in die Hand, quetscht sie aus und es tropft, ist sie zu nass. 

Was macht man, wenn der Kompost zu feucht ist?

Wenn der Kompost zu feucht ist, sollte man die Komposterde gut vermischen und verrühren (sprich umsetzen). Durch diese Maßnahme wird Sauerstoff zugeführt und die Komposterde kann trocknen. Ist die Komposterde bereits richtig nass, sollten trockene Pflanzenteile in Form von Heu und Stroh untergemischt werden.

Die Pflanzenteile saugen die Nässe aus der Komposterde. Um ein erneutes zu starkes Durchfeuchten der Komposterde zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass die Abfälle, die eingebracht werden, eine angemessene Feuchtigkeit haben. Eine bessere Durchmischung des Abfalles oder eine vorherige Trocknung der Pflanzenreste kann Abhilfe schaffen.

Was macht man, wenn der Kompost zu trocken ist?

Ist der Kompost zu trocken, muss Feuchtigkeit zugeführt werden. Bewaffnet mit einer Gießkanne befeuchtet man die Komposterde einfach mit Wasser. Der Kompost soll angefeuchtet werden. Nicht nass gemacht werden.

Liegt der Trockenheit des Komposts eine falsche Befüllung zu Grunde, sollte man diese verbessern, z.B. mithilfe von Frucht- und Gemüseabfällen. Auch frischer Grünschnitt kann helfen. Besonders in niederschlagsarmen Sommermonaten, kann der Kompost austrocknen. Deswegen ist eine regelmäßige Kontrolle des Komposts, besonders im Sommer, empfehlenswert. 

Woher weiß man, wann der Kompost fertig ist?

Man weiß, wann der Kompost fertig ist, indem man an ihm riecht. Humusreicher Dünger duftet wie feuchte Walderde. Des weiteren gibt es noch einen Test zu dem das Umweltbundesamt (UBA) rät. Die zentrale Umweltbehörde empfiehlt einen sogenannten „Kressetest“.

Durchmischt man Erde mit Kompost und sät darauf Kressesamen aus, sollten (abgedeckt mit Klarsichtfolie) nach einer Woche sattgrüne Keimlinge im Topf zu sehen sein. Das bestätigt die Reife des Biodüngers. Bei gelben Keimen kann man davon ausgehen, dass der Kompost noch zu unreif ist. Unreifen Kompost kann man jedoch oberflächlich aufgebracht als Langzeitdünger in Form von Mulch anwenden.

Wie lang dauert die Produktion von Komposterde?

Im Sommer dauert die Produktion von Komposterde 4-6 Monate. Durch die hohen Außentemperaturen wird der Reifeprozess des Pflanzenabfalls im Komposter angeregt. In den kalten Herbst- und Wintermonaten kann man mit einer Dauer von 6-12 Monaten rechnen.

Kälte hemmt dem Verrottungsprozess. Betreibt man ein geschlossenes System in der Wohnung, ist man unabhängig von Witterungsbedingungen und kann nach etwa 12 Wochen bereits mit einem guten Ergebnis rechnen. Des weiteren ist es abhängig davon, welche Komposterart verwendet wird. Der Thermokomposter ist der schnellste von allen, er kann jedoch nur im Außenbereich, sprich Garten, verwendet werden.

Bekomme ich ein Schädlingsproblem, wenn ich einen Komposter auf dem Balkon anlege?

Ja, man kann ein Schädlingsproblem durch einen Komposter auf dem Balkon bekommen. Dann liegt das jedoch nicht am Kompost, sondern an mangelnder Pflege.

Entsteht zum Beispiel ein lästiger Geruch, zieht das Unweigerlich Ratten und Mäuse an. Auch wenn man in der ersten Etage und nicht im Erdgeschoss eines Hauses lebt, sind die Tiere im Stande entlang der Hausfassade hochzuklettern.

Eine Maus oder Ratte kommt selten allein. Auch Waschbären und Marder erfreuen sich an gammligen Essensresten. Fliegen legen zudem gern ihre Eier auf Kompost ab und es kommt unweigerlich zu einer Madenbildung.

Pflegt man seinen Komposter, gibt man auf ihn Acht und hält man sich an die Regeln des Kompostierens, bleiben einem ungebetene Gäste erspart.

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Wo soll der Komposter stehen?

Das kommt auf die Art des Komposters an. Während der klassische Komposthaufen, der  Thermokomposter und der rollende Komposter für den Garten bestimmt sind, können Wurmkomposter und Bokashi/Urban Komposter sowohl in der Wohnung als auch auf dem Balkon stehen.

Direkte Sonneneinstrahlung sollte immer vermieden werden, da der Kompost zu schnell austrocknen kann und damit “die Rotte” gestört und unterbrochen wird. Ein halbschattiger Ort ist ideal.

Der Bokashi und die Wurmkiste, können in der Küche stehen.

Welche Komposter Größe ist geeignet?

Welche Komposter Größe geeignet ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es ist abhängig davon, wie viel Küchenreste/Gartenabfälle im Durchschnitt anfallen. Danach sollte man die Komposter Größe auswählen. Im Zweifel bietet es sich an sich einen zweiten Komposter anzuschaffen.

Leben Tiere im Kompost auf dem Balkon?

Ja, es leben Tiere im Kompost auf dem Balkon. Damit Biomüll verrotten kann, werden Mikroorganismen, also Bakterien und Pilze, benötigt. Außerdem helfen Würmer, Milben, Larven, Asseln, Tausendfüßler und Schnecken pflanzliche Abfälle in Humus zu verwandeln.

Werden durch Komposter Krankheiten übertragen?

Nein, es werden keine Krankheiten durch Komposter übertragen. Ab 55 Grad werden Krankheitserreger abgetötet. In jedem Komposter, egal um welche Art es sich handelt, entstehen Temperaturen um die 60 Grad.

Somit ist ausgeschlossen, dass Keime, die krankheitsauslösend sein können, überleben. 

Welche Komposter eignen sich, um Kompost auf dem Balkon herzustellen?

Zuerst einmal muss man zwischen der offenen und geschlossen Kompostierung unterscheiden.

1.) Die offene Kompostierung kennt jeder aus dem Garten: der Komposthaufen.

2.) Bei der geschlossenen Kompostierung gibt es den Thermokomposter und Schnellkomposter, den rollenden Komposter, Bokashi Komposter und die Wurmkiste.

Bokasi Komost
Bokashi Komposter sind toll!

Kompost auf dem Balkon herstellen- Bokashi Komposter

Ein Bokashi/Urban Komposter, ursprünglich aus Japan kommend (Bokashi = fermentierter Kompost), ist ein Kompost-Eimer zur Herstellung von Komposterde. Das besondere ist, dass zur Herstellung von Biodünger sogenannte effektive Mikroorganismen (EM) genutzt werden.

Der Bokashi/Urban Komposter ist vielfältig einsetzbar und in jeglichen Größen erhältlich: egal ob Wohnung oder Balkon  – er macht überall eine gute Figur.

Wie funktioniert ein Bokashi/Urban Komposter?

Bokashi System

Der im Handel erhältliche Bokashi-Eimer /Urban Komposter (Garantia) gehört zu den geschlossenen Systemen. Er besteht aus einem Plastikeimer mit Deckel, der luftdicht abschließt. Dadurch kommt es auch zu keinen unangenehmen Gerüchen, so dass er hervorragend zur Nutzung in der Wohnung und auf dem Balkon geeignet ist. Durch den Einsatz effektiver Mikroorganismen entsteht ein besonders hochwertiger Biodünger.

Effektive Mikroorganismen

Effektive Mikroorganismen stärken nicht nur die Immunabwehr von Pflanzen, sondern tragen auch zu einer optimalen Entwicklung dieser bei. Kauft man ein fertiges Bokashi-Set/Urban Komposter (Garantia) ist neben dem Eimer mit Deckel, ein Sieb und ein Ablaufhahn enthalten.

Der Ablaufhahn ist notwendig, um das entstehende Kompostwasser ablassen zu können. Um Biodünger herstellen zu können, benötigt man eine Lösung mit effektiven Mikroorganismen, die ebenfalls (meist in einer Sprühflasche) käuflich erhältlich ist (Speedy Compost von Garantia).

Die Arbeitsschritte

Neben einer Sprühflasche, sollte noch ein Plastikbeutel vorbereitet werden, in dem sich Sand oder Wasser befindet. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen wurden, wird der Küchenabfall ausreichend zerkleinert und in den Bokashi-Eimer gefüllt.

Danach kommt die Sprühflasche zum Einsatz. Der Biomüll wird mit der EM-Lösung benetzt bis er feucht erscheint. Danach beschwert man den feuchten Küchenabfall mit dem Sand- oder Wasserbeutel. Dieser Beutel sollte die angefeuchteten Küchenreste komplett bedecken, so dass kein Sauerstoff zugeführt wird.

Jetzt kann man den Bokashi/Urban Komposter luftdicht mittels des Eimerdeckels schließen. Bis der Bokashi-Eimer randvoll gefüllt ist, wird diese Prozedur immer wieder wiederholt.

Der Sand- oder Wasserbeutel wird nicht mehr benötigt, wenn der Eimer vollständig gefüllt ist. Luftdicht verschlossen bleibt der Bokashi/Urban Komposter mindestens 14 Tage stehen. In diesem Zeitraum fermentiert der Bioabfall mithilfe der zugeführten Mikroorganismen.

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Das Kompostwasser

Alle zwei Tage sollte der Ablaufhahn betätigt werden und das entstandene Kompostwasser abgezapft werden. Das Wasser sollte nicht weggegossen werden. Mit Wasser verdünnt kann das Kompostwasser als Flüssigdünger verwendet werden (30-50 ml werden auf 10 l Wasser gegeben). Mit dieser Nährlösung kannst Du jetzt Deine Pflanzen gießen. In Japan wird dieses Gemisch auch als Heilwasser für Pflanzen bezeichnet.

Wer für das Kompostwasser gerade keine Verwendung hat, kann es in Flaschen, Eimer, Tupperware füllen und luftdicht verschließen. Das Kompostwasser kann dann zu späteren Zeitpunkt verwendet werden.

Ernte des Bokashi-Kompost

Der Bokashi-Kompost ist reif, wenn sich auf der Oberfläche ein weißlicher Belag bildet. Den Geruch würde ich als leicht säuerlich beschreiben. Entleere deinen Bokashi- Eimer und mische den Bokashi Kompost mit Blumenerde. Eine gute Faustregel ist 1/3 Bokashi Kompost und 2/3 normale Blumenerde.

Man sollte alles gut durchmischen, damit die Mikroorganismen sich gut verteilen können. Befeuchte die durchmischte Erde täglich. Nach ca. einer Woche kannst Du die Erde in Pflanztöpfen oder auf Deinem Hochbeet verwenden. Du wirst staunen, was mit Deinen Pflanzen passiert!

Kann man Bokashi-Kompost auch auf bestehenden Beeten oder Balkonkästen einsetzen.

Ja das kann man. Die Mikroorganismen im Bokashi Kompost, werden die vorhanden Erde neu beleben. Die Pflanzen bekommen neue Nährstoffe zur Verfügung gestellt. Lockere dazu die vorhandene Erde etwas auf und bringe Bokashi Kompost auf (die vorhandene Erdschicht, sollte reichlich mit Bokashi Kompost bedeckt werden). Durchmische es oberflächlich und gieße den Kompost gut an. Den Effekt wirst Du in Kürze bemerken. versprochen.

Pflege des Bokashi-Eimers

Wenn der Bokashi-Eimer komplett entleert ist, sollte er gründlich gereinigt werden. Für eine umweltfreundliche Säuberung bieten sich Zitronensäure oder Essig (wahlweise Essig-Essenz) an.

Wo kann man den Bokashi Komposter einsetzen?

Der Bokashi Komposter ist ein wahrer Alleskönner. Du kannst ihn in Deiner Wohnung (Küche, Keller, Abstellkammer usw.) einsetzen. Auch dem Einsatz im Garten oder auf dem Balkon steht nichts im Weg. Jeder der Blumenkästen, Tomatenpflanzen oder ein Kräuterbeet hat, sollte sich Gedanken machen, ob er nicht Bokashi Produzent werden möchte.

Ist es schwierig Bokashi Kompost herzustellen?

Kurz und knapp. Nein. Jeder kann es! Vielleicht weißt Du, dass ich Erzieher bin. Die 4-jährigen Kinder in meiner ehemaligen Kindergartengruppe haben selber Bokashi-Kompost hergestellt. Es ist also wirklich Super einfach.

Mein persönlichen Produktempfehlungen zum Thema Bokashi Komposter

Meine Freundin hat folgendes Bokashi Starterset im Einsatz: https://amzn.to/2lc0MOR* Das Starterset hat sehr viele positive Kundenrezensionen, welche sich mit unseren positiven Erfahrungen decken.

Kein Gestank und die Fermentation funktioniert ohne Probleme. Mit der Nutzung dieses Sets haben sich unsere Müllkosten dramatisch reduziert.

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Wir nutzen folgende effektive Mikroorganismen: https://amzn.to/2JAA1gF* diese sind sehr viel preisgünstiger als die “original japanischen” EM Kulturen. Wir haben keine Unterschiede bei der Fermentationsgeschwindigkeit feststellen können. Von daher kannst Du Dir die Mehrkosten sparen. Viel Spaß.

Ein Mistwurm
Wurmkomposter können in der Wohnung verwendet werden.

Kompost auf dem Balkon herstellen-Wurmkisten/ Wurmkomposter

Was sind Wurmkomposter/Wurmkisten?

Der Name beim Wurmkomposter ist Programm: er funktioniert durch den Einsatz von Würmern. Diese Kompostierungsart nutzt Mistwürmer, um aus abgestorbenen Pflanzenteilen hochwertigen Biodünger herzustellen.

Der Wartungsbedarf bei Wurmkisten ist sehr gering. Außerdem benötigt ein derartiger Komposter recht wenig Platz und ist geruchsneutral: ideal für die Wohnung oder den Balkon.

Wie funktionieren Wurmkomposter/Wurmkisten?

Wurmkisten sind kleine Boxen aus Holz oder Kunststoff, die neben Mikroorganismen (Pilze und Bakterien) Kompostwürmer beherbergen. Man muss sich einen Kompostwurm äußerlich vorstellen wie einen kleinen Regenwurm. Der Mensch nutzt in diesem Fall den Fresstrieb und die Ausscheidungen der Kompostwürmer, um feinsten Wurmhumus aus seinen Küchenabfällen herzustellen.

https://www.youtube.com/watch?v=vwOqgs5gZ5o

Es gibt verschiedene Kompostwürmer-Arten, die eine unterschiedliche Menge an Küchenabfällen verwerten (generell sind Kompostwürmer Mistwürmer).

Aufbau des Wurmkomposters

Aufgebaut ist ein Wurmkomposter aus drei Schichten:

1.) Bodenschicht

2.) Arbeitsschicht

3.) Deckschicht. 

Die Bodenschicht

Die Bodenschicht sollte etwa 3-4 Zentimeter dick sein. Da Würmer einen feuchten Lebensraum bevorzugen, eignet sich Material, was die Feuchtigkeit hält.

1.) Klein gerissene (am besten unbehandelte und unbedruckte) Pappe hält die notwendige Feuchtigkeit

2.) Papprückseite eines Schreibblocks, Pappe einer Toilettenpapier- oder Küchenrolle).

3.) Erde (z.B. Blumenerde) oder Kokosfaser bietet den Würmern eine geeignete Lebensgrundlage.

Arbeitsschicht

Die Arbeitsschicht, wie der Name bereits verrät, besteht aus den zu verwertenden Küchenabfällen. Hier ist anzumerken, dass Würmer nicht alle Arten von Biomüll fressen. Bei falscher „Fütterung“ können die Würmer sogar sterben.

Auch die Schimmelgefahr, die entsteht, ist nicht zu unterschätzen. Gekochte und gewürzte Essensreste, eingelegte Nahrungsmittel, Knoblauch, Milchprodukte, Fleisch- und/oder Knochenreste sowie Zitrusfrüchte gehören ausdrücklich nicht in eine Wurmkiste.

Deckschicht

Um die notwendige Feuchtigkeit in der Kiste halten zu können, braucht es eine geeignete Deckschicht. Ist diese nicht vorhanden, besteht außerdem die Gefahr, dass sich Maden bilden. Fliegen legen auf unbedecktem Biomüll gern ihre Eier ab. Die Deckschicht besteht idealerweise aus angefeuchteter Erde, Laub, Pappe oder Zeitungen.

Der Deckel

Darauf kommt zum Abschluss noch ein Deckel mit Luftlöchern, entweder aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Durch den Deckel wird der Lichteinfall minimiert und Fliegenmaden abgehalten. Will man ganz sicher gehen, kann man auch noch ein Fliegennetz zusätzlich verbauen. Dann ist die Wurmkiste auch noch ausbruchsicher für die Würmer.

Der Standort

Der Standort der Wurmkiste ist ebenfalls wichtig. Da die Würmer Temperatur-sensitiv sind, fühlen sie sich zwischen 15 und 25 Grad am wohlsten.

Am besten steht solch eine Wurmkiste auf einem schattigen Teil des Balkons oder direkt in der Küche in der Nähe des Bioabfalls. Im Herbst- und Winter, wenn die Temperaturen unter 5 Grad absinken, sollte man die Wurmkiste in die Wohnung oder den Keller stellen.

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Die Würmer

Die Würmer sind richtig hungrige Gesellen und wollen regelmäßig gefüttert werden. Ein gutes Maß ist, einmal die Woche Küchenabfälle zu verfüttern. Sie freuen sich über Kaffee- und Teesatz, Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle.

Würmer fressen neben den Bioresten auch Sand/Erde/ Steinchen (bei der Bodenbefüllung daran denken) und mischen diese Bestandteile in ihrem Magen. Scheiden sie Kot aus, ist Calcium enthalten. Das Calcium verbindet die aufgenommenen mineralischen und organischen Elemente in einer Schleimschicht.

Wurmhumus

Pilze und Bakterien bearbeiten die Ausscheidungen weiter bis der gewünschte Wurmhumus entsteht. Der Wurmdünger benötigt in seinem Entstehungsprozess 3-6 Monate. Dann kann er als Gemisch mit Erde/Sand genutzt werden.

Wurmhumus ist übrigens bis zu 7 mal effektiver als der Durchschnittskompost, da dieser nährstoffhaltiger ist. Man kann auch Wurmkisten mit einem Kammersystem ausstatten, indem man die Kiste in zwei Kammern aufteilt.

In die eine Kammer kommt der frische Küchenabfall, während sich in der anderen Kammer der bereits verrottende Abfall befindet.

Sollte man Wurmkompost pur nutzen?

Nein, man sollte den Wurmkompost nicht pur benutzen. Der Kompost ist einfach zu nährstoffreich. Ein Überangebot an Nährstoffen ist nicht gut für Deine Pflanzen. Vermische den Wurmkompost immer mit anderer Erde oder gebe Wurmkompost oberflächlich auf die Beete.

Können die Würmer aus der Wurmkiste entkommen?

Die größte “Angst” hinsichtlich des Wurmkompostes ist, dass die Würmer aus der Wurmkiste fliehen und eine Wurminvasion stattfindet. Ich muss zugeben, diese Bedenken hatte ich auch, als ich das erste Mal von Wurmkisten hörte.

In Vorbereitung auf diesen Artikel sprach ich mit Bekannten, welche dieses System verwenden. Ich besuchte sie und nahm das System in Augenschein.

Ich kann jedem versichern, es ist weder eklig, noch stinkt es und vor allem können die Würmer nicht aus der Kiste fliehen. Natürlich nur, wenn man den Deckel fest verschließt. Meine Bekannten, haben ihre Wurmkiste vor der Wohnungstür aufgestellt.

Mein persönlichen Produktempfehlungen zum Thema Wurmkiste/ Wurmkomposter.

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Wer Nachschub an Würmern braucht, kann 1000 hungrige Würmer im Eimer bestellen. Der Anblick beim Öffnen des Eimers ist sicher sehr interessant: https://amzn.to/32oIE5k*

Welcher Komposter ist zu empfehlen?

1.) Wurmkomposter/ Wurmkiste.

2.) Bokashi/ Urban Komposter.

Vorteil Bokashi

Beide Kompostier Systeme können empfohlen werden. Der Vorteil des Bokashi/ Urban Komposters ist die höhere Geschwindigkeit der Kompostierung. Entscheidet man sich für das Bokashi-System ist es empfehlenswert sich zwei Bokashi-Eimer anzuschaffen. Während der eine Eimer sich bereits im Fermentationsprozess befindet und mindestens 14 Tage nicht neu befüllt werden kann, wird der andere Eimer für aktuell anfallende Küchenreste verwendet werden.

Vorteil Wurmkompost

Meine Erfahrung ist, dass der Nährstoffgehalt des Wurmkompostes etwas höher als der des Bokashi Kompost ist. Sollte man sehr viele Starkzehrer auf dem Balkon anbauen z.B. Paprika, Chilli, Tomaten sollte man der Wurmkiste der Vorzug gegeben werden.

Vorteile beider Systeme

Beide Systeme, sowohl der Wurmkomposter als auch der Bokashi/Urban Komposter, sind platzsparend, effektiv und preisgünstig. Im Winter sollten beide Systeme einen Platz in der Wohnung, im Keller oder der Abstellkammer bekommen. Dadurch kannst Du auch im Winter frischen Kompost ernten.

Pflanze welche mit Kompost au8s Trommelkomposter befüllt wurde
Pflanzen lieben Kompost aus Trommelkompostern

Trommelkomposter

Trommelkomposter sind für den Einsatz im Garten, wie auch auf dem Balkon geeignet. Wenn in Deiner Küche große Mengen an Bioabfällen anfallen, sind Trommelkomposter zu empfehlen. Die Komposter haben ein Trommelvolumen von 50 – 300 l. Je nach Bedarf kann die passende Größe gewählt werden.

Bei der Verwendung von Trommelkompostern, spart man sich das mühsame umschichten, wie man es in regelmäßigen Abständen bei Komposthaufen im Garten durchführen muss. Möchte man den Kompost umschichten, dreht man einfach die Trommel und die Abfälle werden durchmischt und umgeschichtet.

Die verwendeten Abfälle sollten zerkleinert werden. Bei der Erstbefüllung, sollte frischer Kompost zugefügt werden, damit die Verrottung startet. Falls man keinen frischen Kompost zur Verfügung hat, kann man biologischen Kompost Starter verwenden.

Zu empfehlen sind Trommelkomposter mit 2 Kammern. Während in einer Kammer die “Rotte” stattfindet, wird die zweite Kammer parallel mit Bioabfällen befüllt. Trommelkomposter sind ein Verkaufsschlager in den USA und halten langsam Einzug in Deutschland.

Wann sollte man Trommelkomposter verwenden?

Trommelkomposter können im Garten und auf dem Balkon verwendet werden. Wenn Du größere Mengen Bio-Abfälle/ Grünschnitt usw. hast, dann sind Trommelkomposter die erste Wahl.

Trommelkomposter sollten nicht in der Wohnung verwendet werden. Beim Drehen der Trommel können kleinere Mengen Kompost aus den Belüftungsschlitzen fallen.

Der Rotteprozess vollzieht sich schneller als bei “normalen” Komposthaufen, da die Umschichtung häufiger stattfindet.

Mein persönlichen Produktempfehlungen zum Thema Trommelkomposter.

Ich empfehle die Verwendung von Trommelkompostern mit zwei Kammern. Dadurch kann man kompostieren und sammeln zugleich. Folgendes System hatte den günstigsten Preis bei Amazon: https://amzn.to/2ltRnSQ*

Für den Start der Kompostierung, sollte man Kompoststarter verwenden. Dieser Kompoststarter enthält Guano (Pinguinkot). Guano ist gleichzeitig extrem guter Dünger und eine wertvolle Zugabe zur Bodenverbesserung https://amzn.to/2k0uyFN*

Ist Selbstversorgung in der Stadt möglich?

Was ist ein Thermokomposter?

Ein Thermokomposter ist etwas für ganz Schnelle: so schnell wie er, kann keiner.

Innerhalb von 6-8 Wochen kann man bereits den ersten frischen Kompost ernten. Ein Thermokomposter besteht aus einer Plastik- oder Holz-Box mit Deckel. Es handelt sich demnach um eine geschlossene Anlage.

Aufgrund seiner dicken Wände entsteht eine Temperatur von etwa 70 Grad. Diese Wärme wird durch die dicke Isolierung der Wände nicht nach außen abgegeben, sondern verbleibt im Behälter.

Thermokomposter werden von oben befüllt und haben eine Klappe im unteren Teil des Komposters. Dort kann bequem die fertige Komposterde entnommen werden.

Wie funktioniert ein Thermokomposter?

Der Thermokomposter ist ein Allrounder. Durch die Dicke der Seitenwände und der daraus resultierenden Temperatur von circa 70 Grad, arbeiten die Mikroorganismen auf Hochtouren. Das beschleunigt die Humusproduktion entscheidend.

Je schneller Bakterien und Pilze Pflanzenreste zersetzen, desto schneller entsteht die wertvolle Komposterde. Mittlerweile gibt es auch Modelle mit Kammersystem im Handel. Vorteil eines solchen Kammersystems ist es, dass oben neue Gartenabfälle eingefüllt werden, während man durch die bodennahe Klappe bereits frische Komposterde entnehmen kann. Die Kammern weisen unterschiedliche Reifeprozesse des Bioabfalles auf.

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Kann man Thermokomposter auf dem Balkon verwenden?

Nein, Thermokomposter sind nicht für den Balkon geeignet. Thermokomposter benötigen den Kontakt zur Erde, damit Bakterien, Kleinstlebewesen und Würmer den Komposter besiedeln können.

Am besten verwendet man sie in kleineren Gärten. Bei einer großen Gartengröße ab 400 qm aufwärts reicht oft die Aufnahmekapazität des Thermokomposters von maximal 900 Litern nicht aus.

Fazit: Thermokomposter sind für die schnelle Kompostierung von Bioabfällen geeignet. Schneller als mit dem Thermokomposter, geht es mit keinem System.

Leider brauchen Thermokomposter den Erdschluss, damit die Kleinstlebewesen den Kompost besiedeln können. Somit sind sie nicht für einen normalen Balkon geeignet. Sollten sie Zugang zu einem Stück Wiese oder Vorgarten haben, sind Thermokomposter erste Wahl.

Meine persönlichen Produktempfehlungen zum Thema Thermokomposter.

Dieser 530 l Thermokomposter bietet ausreichend Platz, damit ganzjährig genügend nährstoffreiche Komposterde produziert werden kann. https://amzn.to/2jTFchT* Wer sich das Geld für das Mäusegitter sparen will, kann selber Kaninchendraht zuschneiden und im Boden des Komposters befestigen.

Kompostbeschleuniger sorgt dafür, dass der Rotteprozess innerhalb kürzester Zeit startet. https://amzn.to/2lfdmNm*

Kann man einen Komposter selber bauen?

Ja, man kann einen Komposter selber bauen. Es gibt viele Komposter die selbst zusammengesteckt bzw. zusammengebaut werden können. Hierbei handelt es sich meist um offene Komposter, welche in größeren Gärten eine gute Anwendung sind. Ich habe in meinem Garten die Umrandung des Komposthaufens selber aus Holzstämmen gebaut.

Für alle die wenig Zeit oder keine Lust zum Werkeln haben, gibt es diverse Lösungen. Ob aus Holz, Metall oder Paletten. Bei der großen Auswahl findet jeder die passende Lösung! Hier habe ich ein Komposter aus Gitter herausgesucht. https://amzn.to/2ltYfj8*

Der Vorteil der Gittermethode ist, dass eine hervorragende Luftzirkulation gewährleistet ist. Dadurch werden die Rotteprozesse beschleunigt.

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Welches Holz sollte beim Bau eines Komposters auf dem Balkon verwendet werden?

Das Holz, welches für den Bau eines Komposters verwendet wird, muss einiges aushalten. Es sollte jedem Wetter trotzen und beständig sein. Es empfiehlt sich dabei etwas mehr Geld zu investieren.

Normalerweise muss man Holz imprägnieren, damit es wasserabweisend ist. Entscheidet man sich von Beginn an für das Holz der Lärche, kann man sich diesen zusätzlich aufwendigen Arbeitsschritt ersparen.

Wie kann man stinkendes Regenwasser verhindern?

Mein Buchtipp: Wenn Du noch immer nicht genug vom kompostieren hast, dann möchte ich Dir folgendes Buch ans Herz legen.

Das Kompostbuch von Agnes Pahler. Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut, toll illustriert und sehr verständlich geschrieben. https://amzn.to/2la6Wis* Viel Spaß beim lesen.

Fazit:

Vielen Dank, dass Du dir Zeit genommen hast diesen Artikel zu lesen. Ich hoffe ich konnte Dir helfen, die richtige Kompostmethode für Dich herauszufinden.

Letztendlich hat jede Methode Vor- bzw. Nachteile. Nur eines ist sicher. Für alle Menschen die umweltbewusst und klimaneutral leben möchten, ist Kompostierung ein wichtiger Baustein beim Übernehmen von persönlicher Verantwortung.

Jeder hat es in der Hand dafür zu sorgen, dass sich der natürliche Kreislauf von entstehen und vergehen immer wieder schließt und neues Leben aus altem erwachsen kann.

Wendet man sich dem Bereich der konventionellen Landwirtschaft zu, könnte auch hier der Einsatz von Kompost äußerst sinnvoll sein. In der industriellen Landwirtschaft gibt es oft das Problem erodierter Böden.

Die Erde ist zu fest, zu feinporig und durch den Anbau von Monokulturen nährstoffarm. Um dem ausgelaugten Boden Leben einzuhauchen werden meistens Kunstdünger verwendet.

Der Einsatz von Kompost könnte Ressourcen sparen und Ackerflächen retten. Da im Kompost ein hoher Anteil an Humus enthalten ist, ist dieser im Stande, die erodierten Böden zu remineralisieren und damit erneut fruchtbar zu machen. Von der Natur, in die Natur, mit der Natur = Kompost.

Regenwasser auf dem Balkon auffangen – So geht´s!

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