Sind Gnitzen gefährlich für Menschen? [2019] Neu

Sind Gnitzen gefährlich für Menschen? [2019] Neu

Sind Gnitzen gefährlich für Menschen? Ist es warm, sind wir gern draußen. Ganz klar, oder?

Was ist schon gegen einen entspannten Abendspaziergang am See einzuwenden? Mehr als Du wahrscheinlich vermutest!

Spätestens, wenn Du von einer Gnitze gestochen wirst (was übrigens richtig schmerzhaft sein kann), nimmst Du freiwillig von diesem Gedanken Abstand.

Der folgende Artikel wird Dich über die Gefahren sowie die Vorbeugung von Gnitzenstichen aufklären, sodass Du entspannt durch die warme Jahreszeit kommst. Los geht’s!

Sind Gnitzen gefährlich für Menschen?
Sind Gnitzen gefährlich für Menschen?

Inhaltsverzeichnis

Sind Gnitzen gefährlich für Menschen?

Nein, Gnitzen sind nicht gefährlich für Menschen. Wenn sie stechen, geht keine Gefahr von ihnen aus. Trotzdem kann ein Gnitzenstich sehr unangenehm sein. Verbunden mit Juckreiz und starken Schmerzen, kann die Einstichstelle anschwellen.

Hat man generell eine allergische Reaktion auf Insektenstiche, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, der eine geeignete Behandlung einleiten kann.

Warum sind Gnitzen dennoch gefährlich?

Warum sind Gnitzen gefährlich?

Sekundäre Infektionen

Wird man von einer Gnitze gestochen, sollte man trotz starkem Juckreiz nicht kratzen. Dadurch können Keime in die Einstichstelle gelangen und eine sekundäre Infektion hervorgerufen werden. Diese macht sich vor allem durch das Erwärmen und Röten der Einstichstelle bemerkbar.

Im schlechtesten Fall kann eine entzündete Einstichstelle unschöne Vernarbungen nach sich ziehen. Vermutet man ein entzündliches Geschehen, sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.

Gnitzen sind gefährlich für Nutztiere

Vor allem Nutztiere haben Probleme mit Gnitzenstichen. Diese können einen immensen gesundheitlichen Schaden davontragen.

Gnitzen übertragen auf Wiederkäuer einen Virus, der die sogenannte „Blauzungenkrankheit“ auslösen kann. Sogar zeitverzögert, bis zu 100 Tagen, kann das Virus krankheitsauslösend sein.

Die Blauzungenkrankheit kann sogar tödlich enden und ist deshalb in Deutschland auch meldepflichtig. Schafe sterben am ehesten durch diese Erkrankung. Des weiteren können Gnitzen bei Schafen, Rindern und Ziegen das „Schmallenberg-Virus“ und das „Akabane-Virus“ übertragen.

Beide Virenarten sind eng miteinander verwandt. Sie wirken fruchtschädigend und sind vor allem für Jungtiere gefährlich. Hält man Weidevieh, sollte dieses in der warmen Jahreszeit in jedem Fall vor den Stichen einer Gnitze geschützt werden, um Krankheiten zu vermeiden.

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Gnitzen in einem Spinnennetz.

Was sind Gnitzen?

Gnitzen, lat. Ceratopogonidae, werden auch als Bartmücken bezeichnet.

Kaum jemand weiß es, aber in Deutschland tummeln sich über 190 Gnitzenarten, weltweit sogar etwa 4000! Sie sind verwandt mit den etwas größeren Kriebelmücken.

Gnitzen gehören ebenfalls zu den blutsaugenden Mücken und sind winzig klein. Mit weniger als 3 mm Körpergröße nähern sie sich lautlos ihrem Opfer und stechen zu. Genau das ist das gemeine an ihnen: Man sieht und hört sie nicht!

Auf der Jagd nach Eiweiß

Die Weibchen benötigen das Eiweiß des Blutes für die Entwicklung ihrer Eier und saugen etwa aller 4- 8 Tage.

Wo sie das Blut zapfen, ist individuell: Menschen, Nutzvieh, Vögel, Insekten, sogar ihre Männchen werden nach der Befruchtung ausgesaugt!

Ihre kannibalische Ader macht deutlich, dass Gnitzenweibchen für ihre Nachkommen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen!

Aus den Eiern entstehen Larven, die sich verpuppen. Es dauert ungefähr 3 Wochen (temperaturabhängig), sprich, bis zu 5 Stadien, bis sich eine vollständige Gnitze entwickelt hat. Fernab ihrer Brut ernähren sie sich zumeist von Nektar und Pflanzensäften.

Wann sind Gnitzen aktiv?

Gnitzen sind von Frühjahr bis Herbst besonders in den Abend- und Nachtstunden aktiv. Warm mögen sie es dennoch. Sieht man Gnitzen dennoch tagsüber (Lupe nicht vergessen!), findet man sie eher an schattigen Plätzen, zum Beispiel der Unterseite eines Blattes. Sie treten dabei oft in Schwärmen auf.

Wo leben Gnitzen?

Gnitzen bevorzugen Gewässernähe. An Bachläufen, Sümpfen, Seen, sogar am Meer sowie Flüssen sind sie zahlreich vertreten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um fließendes oder stilles Gewässer handelt. Sie benötigen das Wasser für ihren Nachwuchs. Die Larven entwickeln sich ausschließlich im beziehungsweise unter Wasser.

Wie sehen Gnitzenstiche aus?

Die Stiche auf der Haut unterscheiden sich in ihrer Erscheinung unwesentlich von den Stichen anderer Mückenarten.

Es können Schwellungen und Rötungen auftreten. Nach einiger Zeit können sogenannte Vergrindungen auftreten.

Gnitzenstiche sind besonders hinterhältig: Gnitzen stechen nicht nur zu, sondern verfügen zusätzlich über ein scharfes Mundwerk. Sie reißen die Haut regelrecht auf. Das ist auch der Grund, warum Gnitzenstiche so schmerzhaft sein können.

Auch die Wundheilung dauert länger als bei einem gewöhnlichen Mückenstich.

Wie behandelt man Gnitzenstiche?

Wie behandelt man Gnitzenstiche

Cool Packs

Kühlen, kühlen, kühlen! So behandelt man Gnitzenstiche am besten.

Das nimmt den Schmerz und den Juckreiz in kürzester Zeit. Es empfiehlt sich ein Cool-Pack/eine Kalt-Warm-Kompresse* aus dem Tiefkühlschrank zu verwenden.

Achtung! Das Cool-Pack niemals direkt auf den Stich legen, es droht Vereisungsgefahr und damit eine Beschädigung des Hautgewebes. Legt man ein Tuch (Stofftaschentuch, Geschirrtuch) zwischen Kompresse und Haut, ist man geschützt.

Biteaway

Auch der Stichheiler „Biteaway“ empfiehlt sich zur Behandlung von Insektenstichen und verschafft schnell Linderung. Der elektronische Stichheiler “Biteaway* verbrennt das Insektengift bei 51 Grad.

Hat man eine allergische Reaktion, können Antihistaminika lokal oder systemisch Abhilfe schaffen.

Bei entzündlichen Prozessen ist Kortison in Gel- oder Salbenform hilfreich. Bei einer allergischen und/oder entzündlichen Hautreaktion, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und Rücksprache halten!

Gnitzen-Gegenmittel – Was hilft wirklich?

Um erst gar nicht gestochen zu werden, kann man jedes handelsübliche Anti-Mücken-Spray oder -Öl verwenden.

Beim Auftragen von Sprays oder Ölen auf die Haut, sollte man penibel sein. Gnitzen nutzen jede kleine Nachlässigkeit und stechen an den Hautarealen zu, die nicht benetzt sind.

Mittlerweile gibt es auch spezielle Mückenschutzcremen für die Nacht*, welche zuverlässig vor den summenden Plagegeistern schützen.

Lange Kleidung in den Abendstunden

Da die Wirksamkeit von Anti-Mücken-Mitteln nach einigen Stunden nachlässt, sollte man bei längeren Ausflügen erneut die Haut einreiben.

Geht man in den Abendstunden in Gewässernähe spazieren, sollte man zudem eng anliegende Kleidung tragen. Vor allem die Bündchen an den Ärmeln sollten dicht anliegen. Das betrifft auch die Hosenbeine. Gnitzen sind sehr geschickt und schlüpfen in kleinste Bekleidungsöffnungen.

Modische Duftarmbänder

Mittlerweile gibt es sogar Armbänder, die einen Ton im hochfrequenten Bereich aussenden, sodass Gnitzen fernbleiben. Auch gibt es modische Armbänder die einen bestimmten Duft verströmen*, der den Tieren gewaltig stinkt. Die Bänder sind bis zu 30 Tage wirksam. Eine tolle Erfindung

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Mittel gegen Mückenplagen

Gibt es Gnitzen in Norwegen?

Ja, es gibt Gnitzen in Norwegen. Schließlich liegt Norwegen am Meer, ein Gefilde, was besonders beliebt bei den winzigen Saugern ist.

Selbst im Urlaub kommt man nicht an den Plagegeistern vorbei. Startet man gut ausgerüstet in die Ferien, wird der Urlaub in Norwegen trotzdem ein voller Erfolg. Autan* oder NoBite Insektenschutz* sollten mit zur Reiseausrüstung gehören.

Braune Hundezecke beim Hund – Was hilft wirklich?

Kommen Gnitzen ins Haus? Was hilft?

Ja, Gnitzen kommen ins Haus. Installiert man ein übliches Fliegengitter* mit einer Maschenweite, die nicht größer als 1 mm ist, haben Gnitzen keine Chance in den Wohnbereich zu kommen.

Auch Terrassen- und Balkontüren sollten mit geeigneten Fliegengittervorhängen für Türen gesichert werden. Sind die Gnitzen einmal im Haus, kann man sich zusätzlich mit einem Moskitonetz rundum das Bett vor unliebsamen Stichen schützen.

Sind Kriebelmücken gefährlich für Pferde?

Gnitzen im Haus vorbeugen

Setzt man bewusst auf Duftkerzen, Duftstecker und Räucherstäbchen, die nach Zitrus riechen, kommen Gnitzen erst gar nicht ins Haus. Gnitzen mögen weder ätherische Öle noch andere Aromastoffe.

Sollte sich doch mal eine Gnitze ins Haus verirren, so ist der Fochea elektronische Insektenvernichter* eine gute Wahl. Das Gerät erzeugt einen “Schutzschirm” von mehreren Metern. Das Gerät ist auch wirksam gegen Mücken und Fliegen.

Sind Gnitzen gefährlich für Hunde?

Nein, Gnitzen sind nicht gefährlich für Hunde. Trotzdem leiden die Vierbeiner bei Stichen der Plagegeister genauso wie der Mensch. Haben Hunde eine empfindliche Haut, sollte man besonders darauf achten, dass sie nicht unnötig gestochen werden. Leicht entsteht durch das Kratzen des Hundes an der Einstichstelle eine Sekundärinfektion, die sich in Form eines Ekzems zeigen kann. Zur Sicherheit meidet man am Abend besser den Gassigang am See und sucht sich in den warmen Monaten des Jahres eine andere Strecke aus.

Sind Kriebelmücken gefährlich für Menschen?

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