Welche Tiere graben tote Tiere aus?

Welche Tiere graben tote Tiere aus?

Welche Tiere graben tote Tiere aus? Fuchs, Wildschwein und Dachs können bei der Nahrungssuche Dein totes Haustier ausgraben.

Es ist ein Schock für jeden Tierliebhaber: Plötzlich steht man im Garten vor dem Grab seines Lieblings und findet ein Schlachtfeld vor. Das tote Haustier wurde ausgegraben!

Entweder ist die Tierleiche spurlos verschwunden oder Leichenteile liegen überall um die Grabstätte herum. Beide Szenarien sind furchtbar!

In diesem Artikel erfährst Du, wie Du das Grab Deines Haustieres gegen wilde Tiere schützen kannst und wie Du wilde Tiere aus Deinem Garten fernhältst.

Los geht’s!

Graben Wildtiere tote Haustiere aus?

Ja, Wildtiere graben tote Haustiere aus.

Fuchs, Wildschwein und Dachs durchwühlen bei der Suche nach Nahrung das Erdreich und können dabei auf das Grab Deines Haustieres stoßen und die Tierleichen ausbuddeln.

Füchse

Füchse sind dämmerungs- und nachtaktive Raubtiere, die im Garten tote Tiere ausgraben.

Sind Füchse hungrig, weil sie ihre Welpen versorgen müssen oder in der kalten Jahreszeit weniger Nahrung finden, fressen sie auch verweste Tiere aus Tiergräbern.

Wildschweine

Beim Buddeln in der Erde stoßen Wildschweine auf Dein totes Haustier. Wildschweine sind Experten darin, im Erdboden nach Nahrung zu wühlen.

Als Allesfresser verschmähen sie auch tote Tiere nicht.

Dachse

Dachse ernähren sich zwar hauptsächlich vegetarisch, wühlen aber im Erdboden auch nach Insekten und Würmern. Dabei können sie Dein totes Haustier ausgraben.

Wie tief muss man tote Haustiere begraben?

Haustiere muss man mindestens 50 cm tief begraben.

Ich empfehle Dir Dein Haustier eher 1 m tief zu bestatten. Je tiefer Du Dein Haustier begräbst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ausgebuddelt wird.

Wildtiere riechen den Leichengeruch des toten Tieres und heben deswegen das Tiergrab aus. Liegt nun das tote Haustier sehr tief in der Erde, wird der Geruch für Wildtiere geringer bis kaum wahrnehmbar.

Du kannst den Tierkörper zusätzlich mit Kalk bestreuen, wenn Du Dein Haustier beerdigst.

Kalk ist imstande den Verwesungsgeruch abzuschwächen.


Wie kann man die Gräber von toten Haustieren schützen?

Man kann die Gräber von toten Haustieren mit Steinen schützen. Legst Du Steine oder eine Steinplatte (z. B. eine Gehwegplatte) auf den Tierkörper, schützt Du es vor grabenden Wildtieren.

Du solltest davon absehen Kränze, Kerzen aus Wachs oder Blumen auf das Grab Deines Tieres zu legen, weil dies Wildtiere anzieht.

Sie fressen das Grün des Kranzes, die Blumen oder naschen vom Kerzenwachs.

Besonders Füchse lieben das Paraffinöl von Kerzen.

Haben diese erst einmal die Grabstätte entdeckt, ist es wahrscheinlich, dass auch nach Deinem toten Haustier gegraben wird.


Wie kann man Wildtiere vom Grab im Garten fernhalten?

1. Duftstoffe einsetzen

Wildtiere haben empfindliche Nasen und reagieren deshalb stark auf Gerüche.

Setzt Du Neemöl ein, bleiben Wildtiere dem Grab im Garten fern. Nutze eine fertige Neemölmischung* und besprühe die Grabstätte Deines Haustieres regelmäßig.

Bedenke dabei, dass nach jedem Regenguss das Neemöl erneut aufgetragen werden muss, weil sich sonst der Geruch verflüchtigt.

2. Ultraschallvertreiber installieren

Ultraschall-Vertreiber senden Ultraschallwellen aus, die nur für Tiere wahrnehmbar sind. Die Wellen irritieren den Sehsinn von Wildtieren und werden als äußerst unangenehm empfunden.

Positioniere den Ultraschallvertreiber direkt am Grab Deines Haustieres im Garten.

Bist Du Dir unsicher, ob die Ultraschallwellen das Wildtier dauerhaft vertreiben konnten, setze zur Kontrolle eine Wildkamera ein, die nachts das Grab eine Zeit lang überwacht.

Wann graben Wildtiere tote Haustiere aus?

Wildtiere graben tote Haustiere meist nachts aus.

Die meisten Wildtiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und gehen im Schutze der Dunkelheit auf Nahrungssuche.

Gibt es eine bestimmte Jahreszeit, in der tote Haustiere ausgegraben werden?

Ja, es gibt eine bestimmte Jahreszeit, in der tote Haustiere ausgegraben werden.

Besonders im Winter kann man beobachten, dass Tiergräber öfter aufgesucht werden als im Rest des Jahres.

Woran liegt das?

Aasfressende Wildtiere, die zudem Allesfresser sind, finden in der kalten Jahreszeit weniger Nahrung. Da Allesfresser häufig Würmer und Insekten sowie pflanzliche Kost zu sich nehmen, fällt diese Nahrungsquelle zur Winterzeit weg. Da sie auf Futter zum Überleben angewiesen sind, scheuen die Wildtiere keine Mühen, um an Nahrung zu kommen.

Deswegen werden im Winter häufiger tote Haustiere ausgegraben, um nicht zu verhungern.

Welche Tiere graben Kadaver aus?

Wildschweine, Füchse und Dachse sind Aasfresser und dafür bekannt, Kadaver auszugraben.

Es gibt aber auch Hunderassen, die sehr gern in der Erde buddeln und dabei auf Kadaver stoßen.

Was ist ein Kadaver?

Als Kadaver (lat. cadaver) werden die Körper von toten Tieren und Menschen bezeichnet, die sich im Prozess der Verwesung befinden.

Welche Haustiere werden ausgegraben?

Tote Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse und Vögel werden von aasfressenden Tieren ausgegraben.

Wo sollte man tote Haustiere begraben?

Erlaubt ist es, sein Haustier im eigenen Garten zu begraben. Hast Du also ein Grundstück, darfst Du Dein Haustier dort beerdigen.

Du solltest bedenken, dass ein Tiergrab einen Mindestabstand von 2 m zur Grundstücksgrenze aufweisen muss.

Hast Du keinen Garten, ist ein Tierfriedhof eine geeignete Alternative. Tierfriedhöfe gibt es mittlerweile in vielen deutschen Großstädten.

Verboten ist es, Haustiere in Wasserschutzgebieten, in der Nähe von öffentlichen Plätzen oder Wegen zu beerdigen.

Tierbestattungen sind im Tierkörperbeseitigungsgesetz (TierKGB) geregelt. Möchtest Du mehr darüber erfahren, klicke auf diesen Link: https://www.umwelt-online.de/recht/natursch/tier/tierkbg_ges.htm.

Hilfe, toter Hund wieder ausgegraben – Was tun?

Wird Dein toter Hund ausgegraben, musst Du das Grab besser sichern.

Kontrolliere zuerst, ob das Grab tief genug ist. Wurde die Leiche Deines Hundes ausgebuddelt, vergrabe Dein Haustier etwas tiefer.

Lege ein Drahtgitter über den Körper Deines Hundes. Der Draht sollte aus verzinktem Stahl bestehen. Dadurch ist er witterungsbeständig. Befestige den Draht mithilfe von Zelthaken in der Erde.

Auf das Drahtgeflecht legst Du nun schwere Steine oder eine große Steinplatte (z. B. Granitbrocken, Gehwegplatte).

Schichte abschließend Erde auf.

Tote Katze wieder ausgegraben – Was tun?

Grabe das Loch tiefer in die Erde als zuvor. Eine sichere Tiefe, damit Deine Katze nicht erneut ausgegraben wird, liegt bei 1 bis 2 m.

Bestreue den Körper Deiner Katze mit Kalk. Kalk dämpft den Verwesungsgeruch, sodass Wildtiere das Grab schlechter aufspüren können.

Sichere die Grabstätte mit Draht und Steinen (siehe vorheriger Abschnitt).

Tote Haustiere besser verbrennen lassen?

Tote Haustiere verbrennen zu lassen, ist eine gute Alternative zur Erdbestattung.

Tierkrematorien bieten deutschlandweit ihre Dienste an.

Die Asche Deines Haustieres kannst Du in einer Urne auf Deinem Grundstück oder auf einem Tierfriedhof bestatten. Ich kenne jedoch auch viele Tierhalter, die die Urne ihres geliebten Tieres mit nach Hause nehmen und in ihr Wohnzimmer stellen.

Unter folgendem Link findest Du eine Übersicht zu allen Tierfriedhöfen und Krematorien in Deutschland: https://partner-hund.de/info-rat/gesundheit-vorsorge/der-abschied/adressen-von-tierfriedhoefen-und-krematorien.


Welche Tiere sind Aasfresser ?

Die bedeutendsten Tiere, die Aas fressen, sind Greifvögel. Vor allem der Geier ernährt sich überwiegend von verwesenden Tierleichen. Aber auch Rabenvögeln dienen tote Tiere als Nahrungsquelle.

Insekten, wie Schmeißfliegen und Ameisen, vertilgen ebenfalls tote Tiere.

Koyoten, Wölfe, Hyänen und Füchse fressen dann Aas, wenn sie keine lebenden Tiere erbeuten können, um ihren Hunger zu stillen.

Auch Hunde fressen zuweilen Aas.

Graben Wildtiere tote Menschen aus?

Nein, Wildtiere graben keine toten Menschen aus. Menschen fallen bei unseren Wildtieren nicht ins Beuteschema.

Trotzdem besuchen allerhand Wildtiere jede Nacht unsere Friedhöfe. Du fragst Dich, warum? Das Futterangebot ist auf Friedhöfen einfach unschlagbar.

Möchtest Du mehr darüber erfahren, lies meinen Artikel: Waschbären auf dem Friedhof – 5 starke Mittel sie zu vertreiben.

Werden Wildtiere krank, wenn sie tote Tiere fressen?

Nein, Wildtiere werden nicht krank, wenn sie tote Tiere fressen.

Zwar ist sich die Forschung noch uneins, jedoch wird vermutet, dass aasfressende Wildtiere, die bakteriellen Toxine, die bei der Verwesung eines Tieres entstehen, deswegen besser tolerieren, weil sie Antikörper dagegen entwickelt haben. Diese Antikörper schützen Wildtiere, die Tierleichen fressen davor, sich eine Lebensmittelvergiftung zuzuziehen.

Aasfressende Wildtiere unterscheiden nach Todesursache

Haben aasfressende Wildtiere die Wahl zwischen einem Tier, welches eines natürlichen Todes gestorben ist und einem gerissenem Tier (von Wolf, Fuchs, Marder, Waschbär etc.), fressen sie eher das gerissene.

Es ist ganz einfach: Stirbt ein Tier eines natürlichen Todes, besteht die Gefahr, dass es aufgrund einer Krankheit verendete. Krankheiten können beim Fressen des Aas auf das Wildtier übertragen werden.

Deswegen suchen Wildtiere nur im Notfall (Hungersnot) Tiergräber auf.

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