7 stärksten psychoaktiven und halluzinogenen Pflanzen im Garten [NEU]

7 stärksten psychoaktiven und halluzinogenen Pflanzen im Garten [NEU]

7 stärksten psychoaktiven und halluzinogenen Pflanzen im Garten.

Zu glauben, dass der Mensch den “Rausch” nicht benötigt, wäre ignorant. Seit jeher benutzen Menschen zu allen Zeiten berauschende Stoffe, um ihren Geist und Körper in gewisse Zustände zu versetzen.

Das betrifft nicht nur Ur-Völker, sondern auch Menschen wie Dich und mich.

Ich möchte vorab betonen, dass dieser Artikel weder eine Empfehlung noch eine Anleitung zum Gebrauch psychoaktiver Pflanzen darstellt.

Ganz im Gegenteil, ich rate Dir vom Konsum dieser Naturdrogen dringend ab. Viele Menschen fanden bereits dadurch den Tod.

Im folgenden Text werde ich Dir einen Einblick in die Welt der psychoaktiven Pflanzen im heimischen Gärten geben.

Ich beantworte Dir die Fragen, was genau psychoaktive Pflanzen sind?

Wofür Du sie theoretisch einsetzen kannst und welche Pflanzen am stärksten wirken.

Los geht’s!

Was sind psychoaktive Pflanzen?

Psychoaktive Pflanzen sind sogenannte Naturdrogen, die Substanzen beinhalten, die auf die menschliche Psyche einwirken. Diese Substanzen werden auch als psychotrop bezeichnet.

Die 7 stärksten psychoaktiven Pflanzen im Garten

1. Engelstrompete (lat. Brugmansia suaveolens)

Ursprünglich ist die Engelstrompete in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen und ziert heutzutage recht viele Gärten aufgrund ihrer Schönheit.

Diese psychoaktive Pflanze ist krautartig und trägt riesige Blüten, die bis zu 30 cm groß werden können. Die Blüten sind trompetenartig und hängen nach unten.

Die Engelstrompete wirkt berauschend, weil sie Alkaloide enthält, die halluzinogen wirken.

Eine Besonderheit ist es, dass alle Pflanzenteile der Engelstrompete verwendet werden können. Die getrockneten Pflanzenteile können als Tee zubereitet oder gar geraucht werden. Frische Pflanzenteile werden gegessen.

Die Engelstrompete schmeckt süßlich und entfaltet 30 bis 60 Minuten nach Einnahme ihre Wirkung, die berauschend und libidosteigernd ist.

Vorsicht ist bei der Einnahme ohnehin geboten, weil Konsumenten dieser psychoaktiven Pflanze bereits starke Vergiftungserscheinungen erlitten bis hin zum Tod.

Trompetenbaum
Engelstrompete (lat. Brugmansia suaveolens)

2. Tollkirsche (lat. Atropa belladonna) 

Auch die Tollkirsche ist ein Nachtschattengewächs mit einer beachtlichen Größe von bis zu 150 cm. Sie trägt Blüten und Beeren, die sich am Ende des Reifungsprozesses schwarz zeigen.

Wie die Engelstrompete wirkt die Tollkirsche halluzinogen sowie stimulierend aufgrund ihrer enthaltenen Atropine. Konsumenten berichten zudem oft von einer gesteigerten Sinneswahrnehmung beim Tasten.

Verwendet man diese psychoaktive Pflanze in Augentropfenform, vergrößern sich die Pupillen, was der weiblichen Schönheit dienen soll. Übrigens verursacht die Einnahme bestimmter Psychopharmaka ebenfalls eine Pupillenerweiterung.

Die Tollkirsche wird bei Atemwegsproblemen, Magen-Darm-Erkrankungen sowie bei einer Reizung von Galle und Blase eingesetzt.

Das Nachtschattengewächs kann genauso wie die Engelstrompete als ganze Pflanze verwendet werden. Entweder man isst die Beeren und Blätter oder man kocht sie zu einem Tee/Sud auf.

Bei einer Überdosierung mit der Tollkirsche ist äußerste Vorsicht geboten, da sie aufgrund ihrer anregenden Wirkung Tobsuchtsanfälle verursachen kann. Zudem wird die Atmung gelähmt, was zu einer Erstickung und schließlich zum Tod führen kann.

3. Stechapfel (lat. Datura stramonium)

Der Stechapfel ist ein Nachtschattengewächs, welches aus Nordamerika kommt. Selten pflanzen Gärtner diese Pflanze an, sie kommt jedoch in verwilderter Form in Gärten daher.

Bis zu 120 cm Wuchshöhe kann der Stechapfel erreichen und hat markante gezackte Blätter. Die Blüten sind trichterartig. Der Stechapfel heißt jedoch Stechapfel, weil er stachelige Früchte trägt.

Die halluzinogene Wirkung des Stechapfels ist berühmt berüchtigt. Nimmt man ihn als Tee oder Sud ein, erfährt man einen immensen Rauschzustand, teilweise vermischt mit Panikattacken, verursacht durch seine enthaltenen Alkaloide.

Der Stechapfel wirkt bei Verdauungsstörungen, nervösen Zuständen und Asthma.

Vorsicht ist allemal bei der Verwendung des Stechapfels geboten. Da die Dosierung unberechenbar ist, kann der Konsum tödlich sein.

4. Gelber Hornmohn (lat. Glaucium flavum)

Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze ziert viele Gärten. Dadurch konnte sie mit der Zeit verwildern.

Wie einheimischer Mohn auch, enthält diese psychoaktive Pflanze das Alkaloid Glaucin, welches schmerzstillend wirkt. Dadurch ist jedoch die Gefahr abhängig zu werden hoch. Besonders bei chronischen Schmerzpatienten kommt es oft zum Missbrauch des gelben Hornmohns.

Das Mohngewächs erreicht eine Höhe bis zu 100 cm. Die Blüten sind gelb und haben einen Durchmesser von etwa 9 cm. Auffällig ist, dass die Pflanzenstängel des gelben Hornmohns behaart sind.

Beim Konsum treten Nebenwirkungen wie eine unterdrückte Atmung bis zum Erstickungstod auf. Deswegen ist beim Einsatz dieser psychoaktiven Pflanze Vorsicht geboten. Das Suchtpotential ist enorm hoch, konsumiert man den gelben Hornmohn täglich.

5. Schaben-Königskerze (lat. Verbascum blattaria)

Die Königskerze ist im Allgemeinen eine beliebte Gartenpflanze. Die Schaben-Königskerze hat es jedoch in sich. Mancher kennt sie auch unter der Bezeichnung “Schabenkraut”.

Die Schaben-Königskerze wird vor allem zur Abwehr von Schädlingen eingesetzt und kann bis zu 100 cm hoch werden. Sie trägt gelb-rote Blüten, die sehr gut schmecken, und krautiges Laub.

Die Pflanzenteile, egal ob Blüten, Blätter oder Samen der Pflanze wirken psychoaktiv, ähnlich dem Cannabis, und werden geraucht.

Wie die Schaben-Königskerze dosiert wird, ist unbekannt. Deswegen ist von einem Konsum dringend abzuraten.

6. Riesenschilf/Pfahlrohr (lat. Arundo donax)

Riesenschilf ist in den letzten Jahren immer öfter in Gärten zu finden. Es ist robust und dient der Zierde. Neben dem bekannten Riesen-China-Schilf wird oft auf das Pfahlrohr zurückgegriffen.

Die ursprünglich tropische Pflanze wächst äußerst schnell und gehört zu den Süßgräsern. Sie kann bis zu beeindruckenden 6 m hoch werden. Dank ihres krautigen Aussehens wird diese psychoaktive Pflanze häufig als Sichtschutz genutzt.

Die psychoaktiven Substanzen finden sich in der Wurzel des Riesenschilfs. Isst man Wurzelteile, tritt eine berauschende Wirkung ein.

In Deutschland darf man diese Pflanze besitzen, jedoch nicht zum Zweck des Rausches nutzen. Sie fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.

Pfahlrohr-Giant-Reed
Riesenschilf/Pfahlrohr (lat. Arundo donax)

7. Gelbe Teichrose (lat. Nuphar lutea )

In vielen Gärten befinden sich Teiche, die Seerosen zieren. Die gelbe Teichrose nimmt dabei eine Sonderstellung ein.

Die auch als “Gelbe Teichmummel” bezeichnete psychoaktive Pflanze ist eine geschützte Pflanzenart, die in ganz Europa verbreitet ist.

Sie hat einen Durchmesser von bis zu 8 cm. Die Stängel, die ins Wasser ragen, sind etwa 50 cm lang.

Konsumiert man die gelbe Teichrose, hat sie eine opioide Wirkung. Die gelbe Teichrose ist im Stande einen tranceartigen Zustand hervorzurufen. Besonders die Samen und die Wurzel sind wirkungsreich. Legt man diese in Alkohol und lässt sie ziehen, soll die Rauschwirkung verstärkt werden. Bei Männern wirkt die gelbe Teichrose aphrodisierend.

Unterschiedliche Wirkungsweise von Psychotropika

Je nachdem, welche psychoaktive Pflanze zum Einsatz kommt, sind sie in ihrer Wirkung unterschiedlich.

Psychotropika können:

  • schmerzstillend = analgetisch
  • bewusstseinsverändernd = halluzinogen
  • anregend = stimulierend
  • luststeigernd = aphrodisierend

wirken.

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Unterschiedliche Wirkungsweise von Psychotropika

Wofür braucht man psychoaktive Pflanzen?

Bei bestimmten Erkrankungen wie Depressionen, chronischen Schmerzen, Burn Out oder mangelnder Libido ist die Verwendung von psychoaktiven Pflanzenstoffen vorstellbar.

Es gibt viele Krankheitsbilder, bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, sodass die betroffenen Patienten nach jedem Strohhalm greifen, um ihre Situation zu verbessern.

Der Vorteil von pflanzlichen Drogen ist, dass sie selten starke Nebenwirkungen haben, dosiert man sie richtig. Und genau hier liegt das Problem, wie Du im weiteren Verlauf feststellen wirst.

Liest man sich hingegen den Beipackzettel von Medikamenten, wie beispielsweise “Ibuprofen” (freiverkäufliches Schmerzmittel) durch, erhält man eine ellenlange Liste mit potentiellen “Sideeffects”. Angefangen von Magen-Darm-Störungen bis hin zu Magenbluten ist alles dabei.

Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass die Verwendung psychoaktiver Pflanzen als harmlos einzustufen ist. Auch hier können bei Überdosierung erhebliche Nebenwirkungen entstehen, die bis zum Tode führen können.

Sind heimische berauschende Pflanzen im Garten gefährlich?

Ja, psychoaktive Pflanzen können gefährlich sein.

Schon Paracelsus wusste, dass die Dosis das Gift macht. Da der Einsatz von Drogen jeglicher Art immer abhängig von Alter, Geschlecht, körperlicher Verfassung und Gewicht ist, ist es schwierig genaue Dosierungen zu empfehlen.

Fest steht, benutzt man psychoaktive Pflanzen, sollte man darum wissen, dass das ein riskantes Unterfangen sein kann. Nicht nur Vergiftungserscheinungen, auch Abhängigkeit sowie ein dauerhaft verändertes Verhalten können daraus resultieren.

Was kann man tun, wenn man sich mit heimischen berauschenden Pflanzen vergiftet hat?

Generell gilt, hast Du wider besseren Wissens psychoaktive Pflanzen konsumiert und Dir geht es schlecht, handle sofort. Fordere einen Vertrauten (Freund, Partner, Familienangehöriger) auf, Dich sofort ins nächste Krankenhaus zu bringen. Mit Vergiftungserscheinungen ist nicht zu spaßen! Im schlechtesten Fall setzt Deine Atmung aus und Du verstirbst.

Hast Du niemanden in der Nähe, der Dir helfen kann, wähle selbstständig die Rufnummer des Rettungsdienstes, der bundesweit unter der 112 erreichbar ist.

Im Folgenden gebe ich Dir noch einen Link an die Hand, der Dir eine Übersicht zu den Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren in Deutschland, Österreich und Schweiz gibt. Klickst Du den Link an, findest Du eine Vielzahl an Adressen und Telefonnummern, die Du bei Bedarf nutzen kannst: https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/09_InfektionenIntoxikationen/02_Giftnotrufzentralen/lm_LMVergiftung_giftnotrufzentralen_node.html.

Befürchtest Du durch den Konsum psychoaktiver Pflanzen abhängig geworden zu sein, kannst Du Dich rund um die Uhr kostenfrei bei der Suchthotline (SHM) München e.V. unter der Telefonnummer 089 / 28 28 22 beraten lassen. Auch die Bundesregierung hat eine Sucht- und Drogenhotline eingerichtet. Sie ist allerdings kostenpflichtig. Auch hier erreichst Du ganztägig (selbst an Sonn- und Feiertagen) Berater, die Dir weiterhelfen können. Die Rufnummer lautet 01806 / 31 30 31 und kostet Dich aus dem deutschen Festnetz 0,20 Euro und aus dem Mobilfunknetz 0,60 Euro pro Anruf.

Sind heimische psychoaktive Pflanzen im Garten verboten?

Nein, generell sind psychoaktive Pflanzen, die in unseren Gärten wachsen, nicht verboten. Einige Pflanzendrogen fallen jedoch unter das Betäubungsmittelgesetz und sind somit nicht erlaubt.

Wie werden psychoaktive Pflanzen eingenommen?

Je nachdem, ob es sich um die Blätter oder Früchte einer psychoaktiven Pflanze handelt, ist die Einnahme unterschiedlich. Früchte wie Beeren können als ganze Früchte verzehrt werden. Am besten jedoch ist es, wenn man sie mit etwas zu essen einnimmt. Ob Joghurt oder Müsli, muss jeder für sich entscheiden. Auch Marmeladen aus Naturdrogen sind vorstellbar.

Handelt es sich um die Blätter einer psychoaktiven Pflanze, können diese frisch/getrocknet als Gewürz oder Tee/Sud verwendet werden.

Nochmals möchte ich erwähnen, dass Du diese Pflanzendrogen nicht konsumieren solltest! Dieser Artikel stellt keine Anleitung muss Drogenmissbrauch dar!

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