Warum eine Anzuchtstation so viel ausmacht!
Liebe Gartenfreunde,
die Jungpflanzenanzucht schreckt viele zunächst ab – weil sie kompliziert wirkt oder weil man Angst hat, dass am Ende doch wieder alles vergeilt oder kaum etwas richtig keimt.
Und ganz ehrlich: Ich kann davon ein Lied singen.
Viele Jahre habe ich selbst nur halbherzig versucht, Jungpflanzen anzuziehen. Alles irgendwie auf der Fensterbank, zu wenig Licht, falsches Equipment und die falschen Temperaturen.
Das Ergebnis war – vorsichtig formuliert – sehr überschaubar.
Vor rund sieben Jahren habe ich dann beschlossen, die Sache professioneller anzugehen.
Seitdem baue ich mir jedes Jahr im Januar eine durchdachte Anzuchtstation auf, die zuverlässig funktioniert – und genau dieses System stelle ich hier vor.
Was ist das Ziel?
👉 Eine einfache, funktionierende Anzuchtstation, ohne Profi-Kram, ohne Rätselraten – aber mit klarer Struktur.
Und dabei ist mir wichtig zu sagen:
Es muss kein High-Tech sein.
Du brauchst keine Profi-Growbox und kein Labor-Setup.
Aber du brauchst ein paar grundlegende Bausteine, die einfach zuverlässig funktionieren.
Ich vergleiche das immer gerne mit Skifahren:
Niemand würde ernsthaft sagen: „Ich probier mal Skifahren“ – und dann mit Holzbrettern den Berg runterlaufen.
Klar könnte man irgendwie rutschen… aber Spaß macht es nicht, und es endet meistens im Frust.
Und genau so ist es auch bei der Anzucht:
Jedes Hobby braucht eine gewisse Grundausrüstung, wenn man es wirklich ernsthaft betreiben will.
Und das Beste daran: Diese Ausrüstung kaufst du nicht jedes Jahr neu – ein gutes Regal, eine Lampe, eine Heizmatte und ein paar Schalen kannst du viele Jahre verwenden.
Sobald du dir ein funktionierendes Setup einmal aufgebaut hast, commitest du dich automatisch mehr dazu – weil es plötzlich einfach läuft, weil du Ergebnisse siehst und weil du weißt: Ich hab’s jetzt im Griff.
Jungpflanzenanzucht macht der ganzen Familie spaß und schweißt zusammen!
Warum du deine Jungpflanzen unbedingt selbst vorziehen solltest!
Stell dir vor: Draußen ist noch Winter, grauer Himmel, kalte Luft – und bei dir zu Hause beginnt schon leise der Frühling.
Auf der Fensterbank oder im Regal stehen die ersten kleinen Keimlinge, jeden Tag ein bisschen größer. Und du merkst plötzlich: Da wächst etwas. Wegen dir.
Jungpflanzen selbst anzuziehen ist nicht nur „Gartenarbeit“. Es ist dieses Gefühl von:
✅ Neustart
✅ Kontrolle statt Zufall
✅ Vorfreude auf die eigene Ernte
Und es macht einfach stolz.
Du siehst täglich Fortschritt – und das motiviert
Während andere noch warten, hast du schon Leben im Haus.
Du gießt, du schaust nach, du freust dich über jedes neue Blatt.
Und irgendwann passiert dieser Moment, den alle kennen, die einmal damit angefangen haben:
Du gehst morgens hin… und denkst:
„Wow. Die sind ja richtig gekommen!“
Deine Familie wird es feiern
Spätestens wenn im Frühling die ersten kräftigen Pflanzen ins Hochbeet ziehen, passiert etwas Schönes:
Deine Familie sieht, dass du das durchgezogen hast.
Und wenn später die ersten Tomaten, Paprika oder Kräuter geerntet werden, ist das nicht einfach nur Gemüse – das ist:
„Das haben wir selbst gemacht.“
Gerade für Frauen ist das oft ein extrem schöner Moment, weil es nicht nur ums „Ernten“ geht, sondern um dieses Gefühl von:
💛 Ich kümmere mich. Ich baue etwas auf. Ich schaffe etwas mit meinen eigenen Händen.
🥗 Gesundheit, die du sehen kannst
Wenn du Jungpflanzen selbst vorziehst, weißt du auch viel besser, was du da eigentlich anbaust.
Du entscheidest:
- welche Erde du nutzt
- wie du gießt
- ob du ohne Chemie arbeitest
- welche Sorten in dein Beet kommen
Das Ergebnis ist nicht nur lecker – es fühlt sich einfach richtig an.
Und ganz ehrlich: Es tut der Seele gut
Dieses tägliche „kurz nach den Pflanzen schauen“ ist wie ein Mini-Ritual.
Ein kleiner Ruhepunkt im Alltag.
Viele merken erst dann, wie sehr ihnen das gefehlt hat:
etwas Lebendiges begleiten.
Nicht nur scrollen – sondern wachsen sehen.
🌸 Lass uns starten.
Mach dein Zuhause zum kleinen Gewächshaus – und bring die Natur zurück in deinen Alltag.
Das Regal – die Basis der Anzuchtstation
Als Erstes brauchen wir ein Regal.
Ob Kunststoff, Metall oder Holz ist zweitrangig – entscheidend ist, dass es:
- stabil
- standsicher
- ausreichend belastbar
ist. Auf dem Regal stehen später Erde, Wasserschalen, Töpfe, Heizmatte und Lampen – das Gewicht sollte man nicht unterschätzen.
Wichtig ist außerdem genügend Höhe zwischen den Ebenen, damit:
- Jungpflanzen wachsen können
- später noch Platz für die Beleuchtung bleibt
Teuer muss das Ganze nicht sein. Viele nutzen einfache Steckregale oder gebrauchte Regale von eBay Kleinanzeigen oder aus dem Keller.
👉 Funktion geht vor Optik ➡️ Regal für Anzuchtstation*
Wohin kommt das Regal? – Standort & Temperatur
Der Standort der Anzuchtstation ist entscheidend für den Erfolg.
Der Platz sollte:
- frostfrei
- zugluftfrei
- möglichst konstant temperiert sein
Geeignet sind z. B.:
- Keller
- Hauswirtschaftsraum
- Gästezimmer
- ruhiger Flur
Eine Fensterbank ist nicht notwendig, denn das Licht kommt von der Pflanzenbeleuchtung.
Ideale Temperatur für die Jungpflanzenanzucht
Für die meisten Jungpflanzen liegt der ideale Bereich bei 18–20 °C.
Warum nicht wärmer?
- Je wärmer es ist, desto höher wird der Lichtbedarf
- Zu hohe Temperaturen bei zu wenig Licht führen schnell zu vergeilten Pflanzen
👉 Lieber konstant moderat warm als zu warm.
Anzuchtgefäße & Keimphase
In der Keimphase brauchen Samen:
- kein Licht
- gleichmäßige Wärme
- saubere Bedingungen
Ich verwende Pikierschalen, die später direkt auf die Heizmatte kommen.
Vor der Aussaat sollten die Gefäße gründlich ausgewaschen werden – Keimlinge reagieren extrem empfindlich auf Keime, Pilze und alte Erdreste.
Saubere Gefäße helfen, Probleme wie:
- Umfallkrankheit
- Schimmel
- Fäulnis
von Anfang an zu vermeiden.
➡️ Pikierschalen*
Pflanzglocke für die Keimphase
Für die Keimphase nutze ich manchmal noch eine kleine Hilfe, die richtig viel bringt: eine Pflanzglocke.
Die setze ich einfach über die Anzuchtschalen bzw. Pikierschalen, damit die Feuchtigkeit nicht so schnell entweicht.
Das erzeugt so einen Mini-Gewächshaus-Effekt:
Die Erde trocknet langsamer aus, die Keimlinge haben ein gleichmäßiges Klima – und genau das mögen viele Samen richtig gern.
Wichtig ist nur:
Man darf es nicht komplett „zu“ machen. Deshalb finde ich Pflanzglocken mit Belüftungsventil praktisch, weil man die Luftzufuhr anpassen kann und keinen Hitzestau bekommt.
Das ist kein Muss, aber gerade bei wärmeliebenden Kulturen kann das die Keimung deutlich entspannter machen.
➡️Hier gehts zu den Pflanzglocken*
Heizmatte für Pflanzen – sinnvoll für wärmeliebende Kulturen
Die Heizmatte sorgt für eine konstante Bodentemperatur – gerade im Januar ein großer Vorteil. Räume sind oft zu kühl oder schwanken stark in der Temperatur.
Viele stellen ihre Anzucht einfach aufs Fensterbrett über der Heizung – und ja, manchmal funktioniert das sogar.
Aber meistens ist das eher ein Glückstreffer, weil dort gleich mehrere Dinge unkontrollierbar sind:
- die Wärme kommt nicht gleichmäßig von unten, sondern schwankt stark
- nachts kühlt die Fensterfläche oft deutlich ab
- tagsüber kann es durch Heizung + Sonne plötzlich zu warm werden
- die Erde trocknet schneller aus und Keimlinge stressen schneller
Das Ergebnis sind oft unregelmäßige Keimung, schwankendes Wachstum oder im schlechtesten Fall gar keine Keimung.
Mit einer Heizmatte hast du dagegen eine stabile, gleichmäßige Wärme direkt im Substrat – und genau das mögen viele Samen in der Keimphase besonders.
Die Heizmatte:
- gleicht Temperaturschwankungen aus
- beschleunigt die Keimung
- sorgt für gleichmäßige Ergebnisse
Diese Kulturen profitieren besonders (Januar)
| Kultur | Optimale Keimtemperatur |
|---|---|
| Chili & Paprika | ca. 24–26 °C |
| Aubergine, Physalis | ca. 22–25 °C |
| Sellerie | ca. 20–22 °C |
Diese Pflanzen haben eine lange Entwicklungszeit und brauchen früh einen guten Start.
👉 Wichtig:
Die Heizmatte unterstützt die Keimung.
Nach dem Auflaufen der Pflanzen wird die Temperatur meist wieder reduziert.
🌱 Optional: Mini-Gewächshaus – perfekt bei wenig Platz und wenigen Jungpflanzen
Gerade wenn du sehr wenig Platz hast oder nur ein paar wenige Jungpflanzen vorziehen möchtest, kann ein Mini-Gewächshaus eine richtig praktische Lösung sein.
Du kannst es einfach über die Anzuchtschale setzen und bekommst automatisch ein gleichmäßiges Mikroklima: Die Erde trocknet langsamer aus, die Keimung läuft oft entspannter und du brauchst insgesamt weniger „Aufbau“ als bei einem großen Regal-Setup. Auch hier ist ein Heizmatte für Chili und Co. zu empfehlen!
Das ist natürlich optional – aber für alle, die nur ein kleines Setup auf der Fensterbank oder auf einem kleinen Tisch unterbringen wollen, ist so ein Mini-Gewächshaus wirklich eine clevere Abkürzung.
➡️ Mini_Gewächshaus für die Fensterbank*
Anzuchterde – nährstoffarm & keimarm
Für die Keimphase nutze ich eine feine, nährstoffarme Anzuchterde.
Warum?
- Samen bringen alle Nährstoffe selbst mit
- Zu viel Dünger schadet eher, als dass er hilft
Gute Anzuchterde ist:
- locker und luftig
- wasserspeichernd, aber nicht nass
- möglichst keimarm
Ich empfehle die Floragard Bio-Erde Aromatisch* 3 L zur Anzucht, mit dieser Erde habe ich beste Erfahrungen gemacht!
👉 Tipp:
Anzuchterde kann im Backofen sterilisiert werden, um Pilze, Keime und Trauermücken zu reduzieren. Hier geht’s zur genauen Anleitung
In diesem Video zeige ich Dir, wie man Anzuchterde ganz einfach im Backofen sterilisieren kann.
Trauermücken-Vorsorge: Das unterschätzte Problem bei der Anzucht
Gerade bei der Jungpflanzenanzucht taucht ein Problem immer wieder auf – und viele unterschätzen es am Anfang komplett: Trauermücken.
Warum Trauermücken so nervig sind
Die erwachsenen Trauermücken selbst sind zwar lästig, aber das eigentliche Problem sitzt in der Erde:
Die Larven fressen an feinen Wurzeln und können Keimlinge schwächen. In schlimmen Fällen gehen Jungpflanzen ein oder wachsen einfach nicht richtig los.
Trauermücken werden besonders häufig zum Problem, wenn:
- Anzuchterde dauerhaft zu nass ist
- alte Erde wiederverwendet wird
- Töpfe/Schalen nicht sauber sind
- Pflanzen warm stehen und viel gegossen wird
Gelbtafeln als Frühwarnsystem
Ein sehr einfacher Tipp zur Vorsorge:
Stell von Anfang an 1–2 Gelbtafeln in die Nähe deiner Anzuchtstation.
Gelbtafeln sind keine „Wunderwaffe“, aber sie sind perfekt als:
✅ Frühwarnsystem
✅ Monitoring, ob schon Trauermücken unterwegs sind
✅ Hilfe, um erwachsene Tiere zu reduzieren, aber wichtig Gelbtafeln bekämpfen nicht die Trauermückenlarven in der Erde!!!
➡️ Gelbtafeln gegen Trauermücken*
Nematoden: Biologische Bekämpfung der Trauermückenlarven (einfach erklärt)
Wenn du Trauermücken hast und sie wirklich loswerden willst, brauchst du eine Lösung gegen die Larven in der Erde. Und genau hier kommen Nematoden ins Spiel.
Viele kennen das Wort nicht – deshalb ganz einfach erklärt:
Nematoden sind winzige, nützliche Fadenwürmer, die im Gießwasser ausgebracht werden.
Sie suchen gezielt Trauermückenlarven im Boden, dringen in sie ein und sorgen dafür, dass die Larven absterben.
Das Ganze ist:
✅ biologisch
✅ nützlingsbasiert
✅ für Pflanzen ungefährlich
✅ ideal für Indoor-Anzucht und Zimmerpflanzen
Wichtig ist nur:
- Erde leicht feucht halten (nicht austrocknen lassen)
- Nematoden frisch verwenden
- nach Anleitung gießen
Du musst also nur die Nematoden (wie eine Art Pulver) in Dein Gießwasser mischen und dann gießen und das ist Alles! Den Rest machen die Nematoden.
➡️ Nematoden gegen Trauermückenlarven *
Trauermückenset
Und weil Trauermücken bei der Anzucht leider ein richtig typisches Thema sind, noch ein kurzer Hinweis:
Viele versuchen es nur mit Gelbstickern – die sind super als Soforthilfe, weil sie die fliegenden Trauermücken direkt abfangen.
Aber wichtig zu wissen:
Das eigentliche Problem sitzt meistens in der Erde, denn dort leben die Larven, die an den feinen Wurzeln knabbern können.
Genau deshalb ist die beste Lösung meistens die Kombination aus Gelbstickern und Nematoden.
Nematoden sind winzige, nützliche Fadenwürmer, die man einfach mit dem Gießwasser ausbringt – und die dann gezielt die Trauermückenlarven im Substrat bekämpfen.
Ich habe dafür auch ein Trauermücken-Set im Shop, das genau diese beiden Dinge kombiniert – plus einem PDF-Ratgeber mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Das ist kein Muss, aber wenn man Trauermücken hat, spart man sich damit wirklich viel Rumprobieren.
➡️ Trauermückenset *
Kunstlicht – Herzstück der Anzuchtstation
Gerade im Winter reicht Tageslicht nicht aus, auch nicht das Fensterbrett. Im Januar und Februar ist der Lichteinfall durch das Fenster einfach zu gering, die Tage zu kurz. Die kleinen Keimlinge schrauben sich immer weiter nach oben und fallen dann schließlich um, die ganze Anzucht war vergeblich!
Hier kommt die LED-Pflanzenlampe (Vollspektrum) ins Spiel.
Ich nutze leistungsstärkere Modelle, z. B. die VIPARSPECTRA P1000, aber:
👉 Es muss nicht die teuerste Technik sein.
Wichtig ist:
- Licht kommt von oben, nicht seitlich
- gleichmäßige Ausleuchtung
- ausreichende Intensität
Als grobe Orientierung gilt:
👉 20–30 cm Abstand zwischen LED-Pflanzenlampe und Jungpflanzen
Das ist kein „Millimeterwert“, sondern eine praxisbewährte Start-Einstellung, mit der du kaum etwas falsch machen kannst.
Warum ist der Abstand so wichtig?
Pflanzenlicht ist wie Sonne: Je näher die Lampe dran ist, desto intensiver wird das Licht.
Zu weit weg = zu wenig Licht → die Pflanzen werden dünn und wachsen lang.
Zu nah dran = zu viel Licht/Hitze → die Blätter können gestresst wirken oder austrocknen.
So kannst du dir das merken:
- Starke Lampen (z. B. leistungsstarke LED-Panels) → eher 30 cm Abstand
- Schwächere Lampen (kleine Pflanzenlampen / Leisten) → eher 20 cm Abstand
⏱️ Wie lange sollte das Licht an sein?
Für die Anzucht reichen meistens:
👉 12–14 Stunden Licht pro Tag
Das ist ein super Mittelweg: genug Licht für kräftige Pflanzen, aber mit einer sinnvollen Dunkelphase.
Am besten steuerst du das mit einer Zeitschaltuhr, dann läuft es automatisch.
✅ So findest du schnell den richtigen Abstand (ohne Stress)
Starte einfach mit ca. 25–30 cm und beobachte deine Jungpflanzen:
- Werden sie lang und dünn? → Lampe etwas näher ran
- Bleiben sie kompakt und kräftig? → perfekt ✅
- Wirken die Blätter „gestresst“ oder sehr trocken? → Lampe etwas höher hängen
Das ist völlig normal – du musst da nicht am ersten Tag alles perfekt einstellen.
➡️ LED-Pflanzenlampe Beginner*
➡️ LED-Pflanzenlampe* fortschrittliches Modell💡
🎥 Wichtig: dazu kommt ein extra Video
Und keine Sorge: Du musst das nicht sofort perfekt können.
Ich mache dazu noch ein eigenes Video!
♥️ Kurz was in eigener Sache:
Wenn du mehr zum Thema Gemüseanbau im Hochbeet und Garten erfahren möchtest, folge mir gern auf meinem YouTube-Kanal. 🌱
Wenn du Fragen zur Anzucht hast, schreib mir einfach eine Mail:
📩 robert@outdoorando.de
➡️Und wenn du ein Hochbeet hast und das ganze Jahr über Gemüse anbauen möchtest, dann lege ich dir mein neues Buch ans Herz:
📘 „Ein Hochbeet, vier Jahreszeiten“
Zeitschaltuhr – Regelmäßigkeit schlägt Dauerlicht
Zum Kunstlicht gehört immer eine Zeitschaltuhr.
Für die Anzucht reichen:
👉 12–14 Stunden Licht pro Tag
Mehr bringt keinen Vorteil – Pflanzen brauchen auch eine Dunkelphase.
Merksatz:
👉 Gleichmäßiges Licht schlägt Dauerlicht.
Kleines Zubehör, große Hilfe
Diese Kleinigkeiten erleichtern die Anzucht enorm:
- Ballbrause (schonendes Gießen)
- Pinzette (feines Saatgut)
- Saatgut
➡️ Ballbrause*
➡️ Pinzette für Aussaat*
🌱 Was kann man im Januar aussäen? (Meine Favoriten für den Saisonstart)
Wenn du im Januar schon loslegen willst, brauchst du vor allem Kulturen mit langer Entwicklungszeit oder solche, die früh in die Saison starten sollen.
Hier sind die Gemüsekulturen, die ich selbst im Januar aussäe – mit Sortentipps, die ich im Video genauer erkläre:
🔥 Wärmeliebende Kulturen (ideal mit Heizmatte)
Chili (Super-Hot & milde Sorten)
z. B. Carolina Reaper, Bhut Jolokia, 7 Pot, Habanero, Rocoto*
➡️ https://amzn.to/4bwjJTc
Paprika (großfrüchtige Sorten)
z. B. California Wonder, Yolo Wonder, Corno di Toro*
➡️ https://amzn.to/4sy56Fe
Auberginen
frühe Sorten mit langer Entwicklungszeit*
➡️ https://amzn.to/4qQDUA1
Physalis (Andenbeere)
z. B. Schönbrunner Gold*
➡️ https://amzn.to/4qFOfhR
🥦 Frühstarter für Beet & Hochbeet (kühler, aber früh!)
Artischocken
für Ernte bereits im ersten Jahr*
➡️ https://amzn.to/4aMGgLm
Blumenkohl (frühe Sorten)
z. B. Neckarperle, Erfurter Zwerg*
➡️ https://amzn.to/3LrrZcK
Sellerie (Knollen- & Staudensellerie)
z. B. Prinz, Mars, Monarch
🧅 Klassiker, die im Januar gut funktionieren
Zwiebeln aus Samen
z. B. Stuttgarter Riesen, Exhibition, Kelsae
Sommerporree
z. B. Hilari, King Richard
🥬 Salate (frühe Anzucht)
Kopfsalat, Pflücksalat & Romana
z. B. Maikönig*, Lollo Rosso, Little Gem
Du willst wissen, was man im Januar schon alles im Haus vorziehen kann? Schau in mein neues Video:
Jungpflanzenanzucht im Haus ist kein Hexenwerk!
So, und jetzt habt ihr gesehen: Eine Anzuchtstation ist kein Hexenwerk.
Ihr braucht kein High-Tech-Labor und auch keinen grünen Daumen, der seit Geburt mitgeliefert wurde.
Was ihr wirklich braucht, ist ein einfaches System, das funktioniert:
ein stabiles Regal, ein sinnvoller Standort, saubere Schalen, gute Anzuchterde, bei Bedarf eine Heizmatte – und vor allem vernünftiges Licht.
Und wenn du jetzt noch denkst:
„Na ja, das klingt schon gut… aber ich weiß nicht, ob ich das hinbekomme…“
Dann sag ich dir ganz ehrlich: Doch, schaffst du.
Denn das hier ist nicht so eine Sache, bei der man alles perfekt können muss.
Du startest einfach. Du lernst. Du passt Kleinigkeiten an.
Und schon nach wenigen Tagen merkst du: Das funktioniert ja wirklich.
Und das Schönste ist: Du holst dir damit ein Stück Frühling nach Hause.
Während draußen noch alles grau ist, wächst bei dir schon Leben.
Du siehst jeden Tag Fortschritt – und irgendwann stehst du da, schaust deine Jungpflanzen an und denkst:
„Wow… die habe ich selbst gezogen.“
Das macht stolz.
Und spätestens wenn die Pflanzen später ins Hochbeet wandern und du die ersten eigenen Tomaten, Chilis oder Kräuter erntest, weißt du:
Das war nicht nur Gartenarbeit – das war richtig gut investierte Zeit.
Also: Hab keine Angst vor Fehlern. Die gehören dazu.
Wichtig ist nur, dass du anfängst. 🌱
Wenn du Fragen hast, schreib sie mir gern in die Kommentare – ich helfe dir so gut ich kann.
Und wenn du willst, sehen wir uns im nächsten Video wieder, da zeige ich dir ganz genau, wie du das Licht optimal einstellst – Abstand, Dauer und typische Anfängerfehler.
Bis dahin: Viel Spaß beim Vorziehen – und lass die Natur jetzt bei dir einziehen. 🌿✨
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